Klassentreffen 60 Jahre nach Schulabschluss: Ehemalige Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Sulingen feiern Wiedersehen

„Aus allen ist was Anständiges geworden“

Die Klasse 10 b der damaligen Mittelschule Sulingen im Abschlussjahr 1956.

Sulingen - Ein fröhliches Wiedersehen feierten am Samstag 14 von 22 Schülerinnen und Schülern (vier sind bereits verstorben) der Klasse 10 b, die im März 1956 an der damaligen Mittelschule Sulingen ihren Abschluss machten.

Im Hotel „Zur Börse“ trafen sich am Samstag die ehemaligen Klassenkameraden. - Foto: Behling

Einer von ihnen ist Dieter Kniggendorf, der heute in Hannover lebt und das Klassentreffen zum „60-Jährigen“ organisiert hatte – und sich sehr über die „überraschend starke“ Resonanz auf die Einladungen freute. Bei Kaffee, Kuchen und Klönschnack machten es sich die ehemaligen Klassenkameraden im Hotel „Zur Börse“ gemütlich, unternahmen dann einen Ausflug zu den „Moorwelten“, dem Europäisches Fachzentrum Moor und Klima in Wagenfeld. Zum Abendessen kehrten die Teilnehmer des Klassentreffens erneut im Hotel „Zur Börse“ ein.

Das erste Klassentreffen der 10 b hatte es erst im Jahr 2006, zum „goldenen Jubiläum“ des Schulabschlusses, gegeben, „danach haben wir uns 2012 und 2014 gesehen“, berichtet Dieter Kniggendorf. Nach dem Ende der Schulzeit „hat es uns in alle Richtungen verschlagen.“ Die weiteste Anreise am Samstag hatte Ilse Duplitzer, die heute in Hennef lebt. Bielefeld, Dortmund, Lüneburg, Bonn, Cuxhaven – lediglich zwei der einstigen Klassenkameradinnen und -kameraden wohnen im Sulinger Land, in Sulingen selbst niemand von ihnen.

„Wenn man sich die Entwicklungen anschaut, ist aus allen was Anständiges geworden“, stellt Dieter Kniggendorf lächelnd fest, „teilweise haben sie sogar sehr erfolgreiche Berufs- und Lebenswege eingeschlagen.“ Über 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler seien damals in der Nachkriegszeit Flüchtlinge gewesen, „aus Ostpreußen, aus Schlesien. In Siedenburg zum Beispiel ist die Einwohnerzahl damals von 600 auf 2.000 angestiegen.“ Es sei nicht einfach gewesen – „aber: Die Integration hat gut geklappt.“ 

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