Abwechslungsreiches Line-up

18. Resonator-Festival: „Sind erwachsen geworden“

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Rough Silk rocken die Kampstraße: Im Line-up setzten die Gastgeber auf Abwechslung. Zum 18. Mal war die Stadt Sulingen Freitag und Sonnabend Veranstaltungsort des Resonator-Festivals.

Sulingen - „Wir sind erwachsen geworden“, formuliert Willi Bründl am frühen Abend des zweiten Veranstaltungstages. Zum 18. Mal war die Stadt Sulingen Freitag und Sonnabend Veranstaltungsort des Resonator-Festivals. „Das dienstälteste Festival dieser Art in ganz Europa“, sagt Mit-Organisator Jens Bokelmann.

Was vor 18 Jahren im SUN-Park begonnen hat, später in Bürgerhaus und Bürgerhaus-Garten fortgeführt wurde, ist seit 2004 in der Kampstraße heimisch. Im Line-up setzten die Gastgeber auf Abwechslung: Gilt der Opener des Samstagabends, Thomas Schleiken, als „Meister der leisen Töne“ (O-Ton Willi Bründl), rocken später Rough Silk die Kampstraße; im wahrsten Sinne des Wortes.

Neuauflage 2018 ist noch nicht gesichert

Ob die Stadt Sulingen 2018 eine Neuauflage des Festivals erleben wird, lassen Bründl und Bokelmann am Samstagabend noch offen. „Der Aufwand ist doch immens“, räumt Bründl ein. Bokelmann: „Andererseits wäre es schade, so eine einmalige Veranstaltung einschlafen zu lassen.“ Zumindest ein Planungsdatum haben die beiden bereits im Blick: Freitag und Sonnabend, 8. und 9. September.

Termine, die sich ein Teil der Gäste am Sonnabend bereits notiert haben dürfte. Jörg Schafmeyer, Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sulingen: „Ich mag diesen Blues. Was hier geboten wird, das ist schon prima.“ Der Sulinger Thomas Flieger: „Für mich ist das Festival aus dem Sulinger Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken. Solche Veranstaltungen gehören einfach unterstützt.“

Dass die beiden Festival-Abende eine bessere Besucherresonanz verdient hätten, gilt unter den Gästen am Sonnabend als unstrittig.

Willi Bründl hatte noch am Freitag darauf verzichtet, allzu sehr mit den widrigen Wetterverhältnissen zu hadern: „Es hätte besser sein können – und jetzt nie wieder ein Wort über das Wetter.“

Jedes Jahr mehr Bewerbungen als Platz auf den Bühnen

Grundsätzlich geben sich die Initiatoren der 18. Auflage des Festivals mit dem Ablauf zufrieden. Für Jens Bokelmann ist das neben der Musik und dem Treffen der Künstler Entschädigung genug: „Das Spezielle an unseren Festivals ist der tolle Sound der Resonator-Gitarre, das sind aber auch die Musiker an sich. Das sind ganz besondere Menschen, zu denen wir freundschaftliche Beziehungen aufgebaut haben. Die sind im Laufe der Jahre gewachsen. Inzwischen haben wir jedes Jahr mehr Bewerbungen als Platz auf unseren beiden Bühnen.“ Anfragen unter anderem aus Kanada und Neuseeland seien keine Seltenheit. Bründl: „Nur die Reisekosten können leider wir nicht übernehmen.“ Auf das Kassieren von Eintrittsgeldern verzichten die Gastgeber. Sie sammeln Spenden.

Laut Bokelmann ist die Akzeptanz des Festivals in der Szene primär das Ergebnis von Mund-zu-Mund-Propaganda unter den Musikern. Willi Bründl: „Das Ambiente der Altstadt, das Engagement unserer Helfer – und die familiäre Atmosphäre: Alles das spricht sich natürlich rum.“ Wohl auch unter den Musikern, die in diesem Jahr den Samstagabend gestalteten: Neben Thomas Schleiken und den Musikern von Rough Silk Peter Funk und Fragmentshader.

oti

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