Unterbezirks-Parteitag bestätigt Ingo Estermann

Aufbruchstimmung bei der SPD: Weichen für Wahlen gestellt

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Sie führen und prägen die SPD im Landkreis Diepholz in den kommenden zwei Jahren: (v.l.) Dennis True, Friedemann Kleemeyer, Tefvik Özkan, Ralf Slabik, Astrid Schlegel, Ingo Estermann, Ludger Bugla und Susanne Cohrs. Es fehlen Jonathan Kollschen, Luzia Moldenhauer und Isabell Jagst.

Sulingen - Von Anke Seidel. Aufbruchstimmung bei der SPD im Landkreis Diepholz: Während ihres Unterbezirks-Parteitages am Sonnabend bei Dahlskamp in Sulingen stellten knapp 70 Sozialdemokraten die Weichen für die kommenden Wahlen – und bestätigten ihre Führungsspitze für zwei weitere Jahre. Einen Wechsel gab es nur bei den Beisitzern.

Sowohl Claudia Kemper (Bassum) als auch Michael Albers (Bruchhausen-Vilsen), Margret Herzog (Sulingen), Arno Büchel (Stuhr) und Wolfgang Telschow (Diepholz) gaben ihre Funktionen ab – bewusst und geplant.

Ziel: „Wahlkämpfe, die unsere Botschaft rüberbringen“

Estermann war vor zwei Jahren erstmals zum Unterbezirks-Vorsitzenden gewählt worden und fasste diese Wahlperiode so zusammen: „Vieles hat sehr, sehr gut geklappt. Und auch manches war dabei, das man rückblickend mit dem Wissen von heute anders angehen würde“, erklärte der Diepholzer – ohne besondere Einzelpunkte zu benennen.

„Wahlkämpfe, die unsere Botschaft rüberbringen“, setzte er als Vorsitzender der SPD im Landkreis Diepholz ein klares Ziel – und machte deutlich, dass die Sozialdemokraten sich mit offenem Blick den künftigen Aufgaben widmen und „Probleme an der Wurzel“ packen wollen. „Wir wollen als Kümmerer-Partei wahrgenommen werden“, sagte Estermann – und freute sich darüber, dass die Partei allein im vergangenen Jahr 40 neue Mitglieder gewonnen hatte.

Diesem Zuwachs standen 23 Austritte und 15 Todesfälle gegenüber: „Der demografische Wandel macht sich bemerkbar.“ Seit Jahresbeginn seien noch einmal 36 neue Mitglieder dazu gekommen, so der Vorsitzende. Speziell für die „Neuen“ hatte es Einladungen zum Grillen sowie zum Fußball-Schauen und eine Reise nach Berlin gegeben. Profil zeigen – darum sei es beim „Sozenfest“ mit seinen bisher zwei Auflagen gegangen.

SPD setzt ohne Wenn und Aber auf Wahlsieg

Kurz ließ Estermann Diskussions- und Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Themen Revue passieren, bevor er konkrete politische Forderungen für die Bundestagswahl formulierte. „Armut gibt es auch in guten Zeiten“, erklärte er mit Blick auf acht Millionen Menschen, die in Deutschland am Existenzminimum leben müssten – so wie vor elf Jahren auch. Zu den Forderungen gehörten genauso besser ausgestattete Schulen – und Steuertarife, angepasst an die Lohnentwicklung, damit der Facharbeiter mit 54.000 Euro Jahreseinkommen nicht den gleichen Spitzensteuersatz zahlen müsse wie der Manager.

Weitere Forderung der SPD: „Höhere Steuern für die Reichen, damit uns für die Zukunftsausgaben nicht das Geld ausgeht.“ Das Fazit des Vorsitzenden lautete: „Diese Veränderungen gehen mit der CDU nicht.“ Deshalb setzte er ohne Wenn und Aber auf Wahlsieg.

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