Jessica Schuster ist seit 1. Juli alleinige Leiterin der Kita „Lindenblüte“ in Lindern

Aufbauen auf „super Grundgerüst“

Johnny lässt sich gerne von Kitaleiterin Jessica Schuster vorlesen.
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Johnny lässt sich gerne von Kitaleiterin Jessica Schuster vorlesen.

Lindern – Die berühmten „100 Tage im Amt“ hat Jessica Schuster zwar noch nicht erreicht – seit dem 1. Juli leitet sie die Kindertagesstätte „Lindenblüte“ der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz in Lindern. Leitungsfunktionen und die Einrichtung selbst sind ihr jedoch wohlvertraut, denn bisher teilte sie sich die Aufgaben mit Susan Bohn.

Der Lebenshilfe ist die Sulingerin schon lange verbunden: Nach dem Abitur absolvierte sie eine Ausbildung zur Erzieherin, und ihr Abschlusspraktikum leistete sie 2012 in der Kindertagesstätte „Am Nordsee“. Damals sei die neue Krippengruppe „Uhlenküken“ in Lindern gerade im Aufbau gewesen, und so sei sie in die „Lindenblüte“ gekommen.

Im Mitarbeitergespräch Anfang 2018 habe Susan Bohn ihr eröffnet, dass sie mit dem Gedanken spiele, noch für ein Jahr in Elternzeit zu gehen und ihr angeboten, solange vertretungsweise mit ihrer Begleitung die Leitung zu übernehmen. „Das hat gut geklappt, und deswegen haben wir beschlossen, dass auf zwei Jahre zu verlängern“, erklärt Jessica Schuster. Es habe gut gepasst, weil beide sehr strukturiert und organisiert seien. Mitte dieses Jahres habe die Geschäftsleitung sie dann gefragt, ob sie die Leitung nicht komplett übernehmen wolle, nachdem Bohn in den letzten Monaten nur noch punktuell in der Einrichtung tätig war und im Juli die Leitung des DRK-Kindergartens in Ströhen übernahm.

In der Zusammenarbeit habe sie sehr von Susan Bohns Lebens- und Leitungserfahrung profitiert. Zusätzlich habe sie die Fortbildung zur Fachkraft für Kleinstkindpädagogik absolviert und studiere gerade berufsbegleitend Frühpädagogik, nur die Bachelorarbeit fehle noch. Großen Wert lege sie darauf, so Jessica Schuster, nicht nur Leitungsaufgaben wahrzunehmen, sondern auch noch in den Gruppen mit den Kindern zu arbeiten. So habe sie bessere Einblicke in die Bedürfnisse der Kinder, und: „Ich bin von Natur aus Erzieherin.“

Große Veränderungen stehen in Lindern unter ihrer Leitung nicht an, sagt die 30-Jährige: „Ich habe ganz viel von Susan übernommen, sie hat den Standard aufgebaut, den ich ausbauen möchte.“ Dazu gehöre das Einführen des Schwerpunkts Natur in der täglichen Arbeit sowie der Beginn der Konzeptionsentwicklung für die Kindertagesstätte. „Sie hat ein super Grundgerüst hinterlassen, mit dem wir gut arbeiten können, und zum jetzigen Zeitpunkt würde ich nichts anders machen wollen.“

Dennoch hat sie eigene Vorstellungen für die Arbeit: „Das Team ist wichtig, und wir wollen das Wir-Gefühl stärken; gerade in einer so kleinen Gruppe kann man da viel bewegen.“ Die Kinder sollten sich wohlfühlen, „wenn wir sie beim Lernen begleiten“, betont die Leiterin, aber grundsätzlich gelte: „Ich möchte allen, auch den Mitarbeitern, Eltern und Besuchern, das Gefühl geben, dass sie so, wie wir es hier machen, auch betreut werden möchten.“

Den Schwerpunkt Natur wolle sie gemeinsam mit den Kindern intensivieren. Dazu gehöre der noch von Susan Bohn initiierte Lehmbackofen: „Das Material haben wir schon gekauft, und im Frühjahr wollen wir ihn aufbauen.“ Eventuell lasse sich auch das Außengelände noch naturnäher gestalten.

Erleichtert werde das durch den Umstand, dass die Lebenshilfe der Einrichtung ein eigenes Budget zur Verfügung stellt. „Das ist wirklich ein Luxus, denn so können wir auch Dinge anschaffen, ohne vorher alles mit dem Träger besprechen zu müssen.“ Auch in anderer Hinsicht schätze sie die Organisation als Arbeitgeber, denn „die Lebenshilfe ermöglicht jedem seinen persönlichen Weg. Wer gefördert werden möchte, wird auch gefördert.“ Außerdem werde das große Ganze gesehen, alle Einrichtungen seien in den Leitungsrunden beteiligt, und für die Mitarbeiter gebe es vielfältige Möglichkeiten und Aufgaben.

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