Auch Samstag ist „Schultag“

Handwerker legen sich für Sulinger Grundschulneubau ins Zeug

Die Außenwände sind „dicht“ - Frost könnte dennoch die Estricharbeiten verzögern. Foto: Behling
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Die Außenwände sind „dicht“ - Frost könnte dennoch die Estricharbeiten verzögern.

Sulingen - Verklinkert, „befenstert“ und Bautüren sind eingesetzt: Der Neubaupart der künftigen Grundschulgebäude an der Straße Am Deepenpool ist „dicht“. Und neben denen im Bestandsgebäude der ehemaligen Realschule und der Sporthalle sind auch hier schon die ersten fernwärmegespeisten Heizkreise in Betrieb.

Dennoch wünscht sich Andreas Körner, Geschäftsführer der „casa“ Baubetreuung, dass die prognostizierte Frostperiode milder ausfällt, als vorhergesagt: „Es müssen teilweise noch Putz und Estrich rein - und damit möchten wir bis Mitte Februar fertig sein.“ 

Die Handwerker arbeiten in großer Zahl, mit Hochdruck und auch samstags an dem 9,6-Millionen-Euro-Projekt, das die „casa“ als Generalübernehmer für die Stadt Sulingen verwirklicht: „Unser erklärtes Ziel ist, die Schule pünktlich zu übergeben. Und ich gehe stark davon aus, dass wir das schaffen.“ Dass es bislang keine bösen Überraschungen gab und der Bau so weit gediehen ist, führt er auch darauf zurück, dass ausschließlich Unternehmen beteiligt sind, mit denen man schon seit Langem erfolgreich zusammenarbeite.

Blick ins Foyer der künftigen Grundschulgebäude an der Straße Am Deepenpool.

Den Baufortschritt stetig im Blick hat Heiko Reese, Leiter der Grundschule Sulingen: „Die Mitglieder der Lenkungsgruppe treffen sich alle zwei Wochen vor Ort.“ Auch er ist guter Dinge, dass es mit dem anvisierten Umzugstermin zu Beginn der Sommerferien klappt: „Es kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren, Plan B wäre die Verschiebung auf die Herbstferien. Aber ich glaube nicht, dass das erforderlich sein wird.“ Der Umzug von der Schmelingstraße und die Möblierung der Räumlichkeiten seien im Kollegium ein großes Thema. Die Schüler bekommen komplett neue Tische und Stühle, die Lehrkräfte und die Verwaltung „teils - teils. 

Auch wenn das Mobiliar schon älter ist, kann man beispielsweise Schränke und Regale noch gut für das Archiv verwenden. Wir suchen derzeit die Möbel für die Klassenzimmer aus. Eine Vorauswahl im Kollegium hat es bereits gegeben, die Entscheidung fällen wir in großer Runde.“ Ausgedient haben die Kreidetafeln: „Alle Klassenräume sollen mit Active Boards ausgestattet werden, ähnlich denen im Berufsbildungszentrum, die haben wir uns schon angeguckt.“ 

Auch inhaltlich gelte es, den Umzug vorzubereiten: „Kommende Woche ist eine Schulentwicklungsberaterin der Landesschulbehörde bei uns“, kündigt der Rektor an. „Es geht darum, was wir aus den neuen Möglichkeiten machen wollen und können. Beispielsweise haben wir ja keine Außenstelle mehr und das Hin- und Herfahren entfällt, verfügen über eine eigene Mensa. Wir überlegen auch, wie wir die Kooperation mit den Sprachheilklassen intensivieren können, die dann räumlich nicht mehr auf einen eigenen Bereich konzentriert sind.“ Schade sei natürlich, dass die Kinder nicht mehr in der großen Pause in die Stadtbücherei gehen können. „Wir wollen, nach und nach, eine Schulbücherei entwickeln.“

Er spüre bei den Lehrkräften bereits eine gewisse Vorfreude darauf, an der neuen Wirkungsstätte loszulegen, stellt Heiko Reese fest. „Die ersten Kollegen fragen schon nach Umzugskartons, um frühzeitig mit dem Einpacken mancher Dinge anzufangen.“  

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