Avacon investiert fünf Millionen Euro

Umspannwerk wird fit gemacht für die Zukunft

+
Sicherheitsbeauftragter Daniel Bürgel, Dirk Rauschkolb, Hermann Karnebogen, Jürgen Buchholz-Knipping, Janek Wefer und Uwe Gehrke (v.l.) vor dem neuen Trafo.

Sulingen - Fertig ist das Haus noch nicht, die Maler sind gerade drin. Und die Elektriker sind auch nur halb fertig: Das neue Betriebsgebäude für die ebenfalls neue 20-Kilovolt-Schaltanlage und die ebenso neue 110-Kilovolt-Freiluftschaltanlage müssen noch „eingerichtet“ werden. In die Modernisierung von Gebäude und Anlage auf dem Gelände an der Diepholzer Straße in Sulingen investiert die Avacon insgesamt gut fünf Millionen Euro.

Obwohl die technischen Anlagen für die Steuerungstechnik der neusten Generation deutlich schlanker sind als ihre Vorgänger: Die Betriebsgebäude, teils aus dem Jahr 1953, reichten einfach nicht mehr aus. Projektleiter Janek Wefer war gefordert, die Modernisierung zu planen – natürlich bei laufendem Betrieb. Notwendig waren die Maßnahmen einerseits, weil die Technik, zumeist aus den 1970er-Jahren, einfach überholt war und „für Reparaturen keine Einzelteile mehr verfügbar sind“, sagt Techniker Jürgen Buchholz-Knipping. 

Wefer ergänzt: „Die Anforderungen haben sich verändert. Wir haben jetzt deutlich mehr Einspeisungen, bedingt durch die vielen Angebote der regenerativen Energien im ländlichen Raum.“ Deutlich mehr übertragbare Leistung bietet das neue Umspannwerk: Die steigt von bislang 150 Megawatt (MW) auf rund 380 MW. „So kann jetzt mehr regenerativer Strom aus dem Netz aufgenommen und weiterverteilt werden“, erläutert Avacon-Kommunalreferent Hermann Karnebogen. 

Höhere Ökostrom-Produktion als -Verbrauch

Strom aus Sonne, Wind und Biomasse werden deutlich mehr produziert im Landkreis als verbraucht: Nur knapp 65 Prozent des 2016 eingespeisten regenerativen Stroms wurden im Landkreis Diepholz auch verbraucht. „Über 350 Millionen Kilowattstunden mussten in verbrauchsstärkere Regionen abtransportiert werden“, heißt es seitens der Avacon. 

Die Arbeiten am neuen Umspannwerk in Sulingen laufen seit September 2016 soll im Sommer 2018 abgeschlossen sein. 26 Mittelspannungs-Kabelsysteme müssen umgebaut und an die neue Anlage angeschlossen werden. Erst wenn die neue Anlage den Betrieb vollständig übernommen hat, werde man die alte Anlage zurückbauen, erklärt Uwe Gehrke, zuständig für den Betrieb des Umspannwerkes. Vor Ort informierte sich auch Bürgermeister Dirk Rauschkolb, zufrieden über diese Modernisierung der Infrastruktur im Mittelzentrum, gerade was die Energieversorgung angehe. Hier gehe man in die richtige Richtung.

sis

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Zweijährige in Hamburg getötet - Vater auf der Flucht

Zweijährige in Hamburg getötet - Vater auf der Flucht

Der Montag auf dem Bremer Freimarkt

Der Montag auf dem Bremer Freimarkt

Ägyptische Assassinen und Prinzessinnen retten mit Mario

Ägyptische Assassinen und Prinzessinnen retten mit Mario

Hommage an Farbe: Yves Saint Laurent-Museum in Marrakesch

Hommage an Farbe: Yves Saint Laurent-Museum in Marrakesch

Meistgelesene Artikel

„goraSon“ brennt ein Feuerwerk der osteuropäischen Musikkunst ab

„goraSon“ brennt ein Feuerwerk der osteuropäischen Musikkunst ab

Premiere bei der „Barnstorfer Speeldeel“: Volles Haus und viel Vergnügen

Premiere bei der „Barnstorfer Speeldeel“: Volles Haus und viel Vergnügen

Drittes Forum für das Ehrenamt in Stuhr

Drittes Forum für das Ehrenamt in Stuhr

Förderschule Freistatt: Bald mit Außenstelle in Sudweyhe

Förderschule Freistatt: Bald mit Außenstelle in Sudweyhe

Kommentare