Ausschuss empfiehlt Tempo-30-Zone für die Lönsstraße in Sulingen

Anwohner sorgt der Kostenanteil

Ein Entwurf für den geplanten Ausbau der Lönsstraße. Grafik: Stadt Sulingen

Sulingen – Die Lönsstraße war einer der Gründe, warum der Zuschauerraum im Sitzungsaal des Sulinger Rathauses am Dienstagabend zur Sitzung des Ausschusses für Bau, Ordnung und Verkehr prall gefüllt war. Die Bauarbeiten vor ihren Häusern beschäftigen die Anwohner. Ihre bange Fragen: „Was kostet uns das? So viel, dass wir unser Haus verkaufen müssen?“

Bürgermeister Dirk Rauschkolb wiederholte mehrfach, dass die Kosten noch nicht feststünden und deshalb derzeit kein Betrag genannt werden könne. Die Belastung für die Anwohner wolle die Stadt so gering wie möglich halten. Gleichwohl gebe es die Straßenausbaubeitragssatzung. Ein Anwohner, der bis zur Einwohnerfragestunde bis deutlich nach 21 Uhr ausgeharrt hatte, rechnete dem Ausschuss vor, was das an Geldbetrag für ihn sein könnte. Doch Rauschkolb bestätigte das Rechnungsergebnis nicht. Vielmehr warb er darum, das Gespräch mit der Verwaltung zu suchen, als Antwort auf die Frage: „Kann ich meine Zahlung dann auch strecken? Zeitlich gesehen?“

Eigentliches Thema in Bezug auf die Lönsstraße waren allerdings nicht die Auswirkungen der derzeitig laufenden Kanalsanierungsarbeiten (voraussichtliche Dauer: bis Ende Februar), sondern der Straßenendausbau. Soll hier eine Tempo-30-Zone eingerichtet oder die Lönsstraße in eine Spielstraße umgewandelt werden? Christoph Nitsche vom Fachbereich Bauen und Ordnung erläuterte die Unterschiede in den wesentlichen Eckpunkten. Die Tempo-30-Version bedeute eine schmalere Straße (3,30 Meter breit) und einen 1,80 Meter breiten, sichtbar abgesetzten Streifen für die Nebenanlagen. Der Fußweg sei etwa fünf bis sechs Zentimeter höher als die Straße, optisch abgetrennt von der Fahrbahn: Das ergebe ein geordnetes Straßenbild und sei für alle Verkehrsteilnehmer besser zu erfassen. Autofahrer dürften ihr Fahrzeug auch außerhalb der ausgewiesenen Parkflächen parken. Das sei bei der Spielstraße nicht der Fall, erklärte Nitsche. Hier sei die Fahrbahn breiter (5,30 Meter), es gebe allerdings auch keinen abgesetzten Gehwegbereich. In beiden Fällen sind Baumtore und Parkflächen vorgesehen. Die Verwaltung empfehle die Tempo-30-Zone – der ausgewiesene Gehwegbereich bedeute ein höheres Sicherheitsgefühl. Und: „Wenn auch außerhalb der Parkflächen Fahrzeuge abgestellt werden, trägt das ebenso zur Geschwindigkeitsreduzierung bei“, argumentierte Nitsche.

Der Ausschuss unter Leitung seines Vorsitzenden Sebastian Bönsch folgte der Argumentation und empfiehlt die Gestaltung der Lönsstraße (nur der Straße, nicht des Lönsplatzes) als Tempo-30-Zone, einstimmig.

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