Kollegium des Gymnasiums Sulingen verabschiedet Sibylle Mahrdt-Hehmann und Dr. Manfred Baar

Anspruchsvolle und engagierte Lehrkräfte treten Ruhestand an

Ihren Ruhestand treten Dr. Manfred Baar und Sibylle Mahrdt-Hehmann an, hier mit Dagmar Gerding, Schulleiterin des Gymnasiums Sulingen (von links).
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Ihren Ruhestand treten Dr. Manfred Baar und Sibylle Mahrdt-Hehmann an, hier mit Dagmar Gerding, Schulleiterin des Gymnasiums Sulingen (von links).

Sulingen – Im Kollegenkreis wurden jetzt am Gymnasium Sulingen die Lehrkräfte Sibylle Mahrdt-Hehmann und Dr. Manfred Baar in den Ruhestand verabschiedet, teilt Studiendirektor Stephan Timpke mit: „Zwar waren aufgrund der Hygienevorschriften Umarmungen nicht erlaubt, aber die Abschiedsworte waren umso herzlicher.“

Sibylle Mahrdt-Hehmann legte ihr Examen 1976 in Münster ab, anschließend hatte sie eine befristete Beschäftigung an einer Schule in Hattingen. Nach Sulingen wechselte sie am 1. Oktober 1979, an die Realschule, an der sie 30 Jahre unterrichtete. Ihr gesamtes Berufsleben sei davon geprägt gewesen, sich ständig weiterzubilden, hob Schulleiterin Dagmar Gerding in ihrer Ansprache hervor. So studierte Mahrdt-Hehmann berufsbegleitend Philosophie an der Fern-Uni Hagen, schloss mit dem Magister Artium ab. „Nebenbei“ übersetzte sie ein Philosophiebuch ins Deutsche: Fließend italienisch hatte sie sich auch beigebracht. Sie habe die damalige Schulleiterin Ute Lüßmann gefragt: „Wollen sie eine Philosophin?“ So kam es zur Versetzung an das Gymnasium im August 2009. Um als Studienrätin eingestellt zu werden, erklärte sie sich damit einverstanden, erneut eine Probezeit zu durchlaufen, die am 4. Januar 2011 mit der Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit endete. Dagmar Gerding betonte: „In diesen elf Jahren hast du dich sehr für unsere Schule engagiert.“ Beispielhaft nannte die Schulleiterin den Schüleraustausch mit Mondoubleau, den sie bis 2019 hauptverantwortlich plante, die Organisation von Vortragsveranstaltungen, die Gründung der Philosophie-AG und ihr Engagement im Netzwerk Europaschule.

Sibylle Mahrdt-Hehmann war durchgehend in ihren drei Fächern Französisch, Geschichte sowie Werte und Normen eingesetzt. Die 65-Jährige betonte, dass sie immer empfunden habe, dass die Schule einen Geist der Hilfsbereitschaft atmet und sie daher elf wunderbare Jahre mit einem tollen Kollegium und tollen Schülern erleben durfte.

Dr. Manfred Baar legte 1973 sein Abitur in Moers ab, studierte dann bis 1980 Latein und Geschichte in Köln, unterbrochen vom Grundwehrdienst. Parallel zum Studium arbeitete er bereits als nebenberufliche Lehrkraft in Köln. Nach dem Examen war Dr. Baar zunächst an der Universität in Köln als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig, bevor er ab Februar 1982 sein Referendariat am Seminar in Duisburg leistete. Anschließend erfolgte eine Anstellung am katholischen Gymnasium in Eschweiler. Da dort aber nur befristete Verträge möglich waren, entschied er sich für eine feste Planstelle am Gymnasium Sulingen, die er als Studienassessor im September 1986 antrat. Ein Jahr später erfolgte die Ernennung zum Studienrat, 1988 die zum Beamten auf Lebenszeit. 1990 erfolgte Baars Promotion. Im darauffolgenden Schuljahr wurde er Fachobmann Latein, dieses Amt übte er fast 30 Jahre gewissenhaft aus. Im Zusammenhang mit dieser Beauftragung wurde Manfred Baar 2002 dann das Amt eines Oberstudienrates übertragen.

Dagmar Gerding hob hervor: „Du hast die Herausforderung, 34 Jahre an einer Schule zu unterrichten, bravourös gemeistert. Du hast gesagt, dass du sehr gerne Lehrer gewesen bist – und das hast du aus meiner Sicht auch immer ausgestrahlt. Ja, du hattest einen hohen Anspruch an deine Schülerinnen und Schüler, aber auch an deinen Unterricht. Gleichzeitig war dir ein vertrauensvoller Umgang mit deinen Lerngruppen wichtig.“

Zahlreiche Klassen- und Studienfahrten wurden von Dr. Manfred Baar organisiert und begleitet, etwa nach Rom und in die USA. Symbolisieren diese Ziele die antike und moderne Welt, so gelte diese Verknüpfung auch für seinen Unterricht in den Fächern Geschichte und Latein: Er habe stets über den eigenen Tellerrand hinausgesehen und sich zum Beispiel mit Mathematik- und Physikkollegen ausgetauscht, um antike Naturphilosophen besser vorstellen zu können. Auch sei bereits vor 20 Jahren der Einsatz des Computers im Lateinunterricht ein Thema für ihn gewesen, so Dagmar Gerding: „Du hast in deinem Unterricht immer wieder versucht, den Blick deiner Schülerinnen und Schüler zu weiten und Lernen nicht nur auf die Schule bezogen zu verstehen.“

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