Neuer Geschäftsführer

Andreas Geyer kriegt den Job bei der Wasserversorgung

+
Verbandsvorsitzende Ingrid Jantzon gratulierte Andreas Geyer nach der Abstimmung als Erste zu seiner neuen Position als Geschäftsführer der Wasserversorgung Sulinger Land.

Sulingen - Für einen Moment den Saal des Restaurants Dahlskamp zu verlassen bat Verbandsvorsitzende Ingrid Jantzon Andreas Geyer und dessen Ehefrau, Georgia Mugios – der Form halber: Erwartungsgemäß beschloss die Verbandsversammlung am Mittwochnachmittag im öffentlichen Teil ihrer Sitzung einstimmig, dass der 45-Jährige neuer Geschäftsführer der Wasserversorgung Sulinger Land wird.

Andreas Geyer tritt damit die Nachfolge von Klaus Neuhaus an, von dem sich der Zweckverband vor einem halben Jahr getrennt hatte (wir berichteten). Bewerbungen für den Posten hatte es laut Ingrid Jantzon viele gegeben, der Verbandsausschuss nahm fünf in die engere Wahl – „und Herr Geyer hat uns überzeugt.“ Seinen Werdegang skizzierte Geyer, der zwei Söhne im Alter von fünf beziehungsweise zwei Jahren hat und mit seiner Familie in Hockenheim lebt (der Umzug nach Sulingen ist für Ende des Monats geplant) vor der Abstimmung selbst.

Andreas Geyer stammt aus dem Landkreis Stade. Nach dem Realschulabschluss absolvierte er – bei der Marine – eine überbetriebliche Ausbildung zum Maschinenbaumechaniker. Im Anschluss an seinen Dienst in der Bundeswehr machte er, ab 1992, in einem Autohaus in Stade eine Ausbildung zum Bürokaufmann: „Das Technische und das Kaufmännische habe ich also von der Pike auf gelernt.“ Andreas Geyer wollte mehr erreichen, erwarb die Fachhochschulreife und studierte anschließend in Heilbronn Internationale Betriebswirtschaft. Das Studium beinhaltete ein siebenmonatiges Praktikum in Kairo, beim Energie- und Automatisierungstechnikkonzern ABB. „Ich spreche Arabisch. Damals fließend...“, ergänzt Geyer schmunzelnd. Für ABB arbeitete er anschließend in Mannheim im Personalbereich, schrieb seine Diplomarbeit. Und stellte dann fest, dass ihm die Strukturen des Großkonzerns nicht liegen, etwas „Familiäreres“ sollte es sein. Das finde er bei der Wasserversorgung, versprach Ingrid Jantzon, „ein tolles Team, und es ist hervorragend, was die Mitarbeiter in der schwierigen Phase der Vakanz geleistet haben.“

Ende 2001 wechselte Andreas Geyer zur SRH (Stiftung Rehabilitation Heidelberg), „eine Krankenhausbetreiberin und Bildungsanbieterin, hauptsächlich für Menschen mit Beeinträchtigungen.“ Er arbeitete im Controlling, machte seinen Masterabschluss in Betriebswirtschaft, übernahm später die Geschäftsführung des Caterings der SRH. 2006 wurde er Geschäftsführer der SRH Facility Management, die sich um den umfangreichen Gebäudebestand kümmerte. Und die er dann „abwickeln“ musste, wie es Geyer formuliert – die SRH verlagerte ihren Schwerpunkt massiv hin zum Studienanbieter. 2007 wurde Andreas Geyer kaufmännischer Leiter bei Papurix, Industrie- und Automobilzulieferer im Bereich Pneumatik. Auf eine knapp einjährige Familienphase nach der Geburt seines ersten Sohnes folgte die Anstellung von Andreas Geyer als kaufmännischer Betriebsleiter der Stadtwerke Heppenheim. „Rund 27 500 Einwohner, die fast alle von den Stadtwerken mit Wasser versorgt werden – die Dimension ist vergleichbar mit der Wasserversorgung Sulinger Land.“ Als sich Umstrukturierungsmaßnahmen abzeichneten, entschloss sich der 45-Jährige, die Stadtwerke zu verlassen und sich auf die Stelle im Sulinger Land zu bewerben.

Am 1. August hat Andreas Geyer seinen ersten Arbeitstag im Verwaltungssitz des Zweckverbandes am Nechtelser Wasserwerk – „ich freue mich darauf.“ Welche Herausforderungen ihn erwarten, hat er bereits in Gesprächen mit stellvertretendem Geschäftsführer Klaus Puschmann ausgelotet: „Im Abwasserbereich steht unter anderem die Regeneration der Schlammentwässerung der Kläranlage Sulingen an und wir müssen die Satzungen und die Gebührenkalkulation überarbeiten. Der Wasserbetrieb ist laut Herrn Puschmann toll in Schuss.“

ab

Mehr zum Thema:

Vier Trends bei Gartenmöbeln

Vier Trends bei Gartenmöbeln

Neue Lichtspiele am Fahrrad - Nicht jeder Spaß ist erlaubt

Neue Lichtspiele am Fahrrad - Nicht jeder Spaß ist erlaubt

Kein Platz im Paradies? - Neuseeland-Boom sorgt für Ärger

Kein Platz im Paradies? - Neuseeland-Boom sorgt für Ärger

Eindrücke von der Messe Fairnet-City

Eindrücke von der Messe Fairnet-City

Meistgelesene Artikel

GTS 2001: Jeder dritte Lehrer krank

GTS 2001: Jeder dritte Lehrer krank

Bühnenshow und Bonbonregen

Bühnenshow und Bonbonregen

Baustelle an der Leester Straße: Klagen über Umsatzeinbußen

Baustelle an der Leester Straße: Klagen über Umsatzeinbußen

„In freiem Fall stürzte der Pilot aus 6 000 Metern Höhe herab“ – ohne Fallschirm

„In freiem Fall stürzte der Pilot aus 6 000 Metern Höhe herab“ – ohne Fallschirm

Kommentare