Fernwärmenetzes in Sulingen

Abschluss des zweiten Bauabschnitts bis Mitte Mai ist das Ziel

Die Baustelle im Sulinger Vogelsang.
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Seit Monaten ist der Vogelsang eine Baustelle.

Sulingen – Im vergangenen Jahr die Straße Vogelsang zur Baustelle, als die Versorger Wasserversorgung Sulinger Land und Westnetz damit begannen, ihre Leitungen hier und in angrenzenden Straße zu sanieren. Diese Maßnahmen sind hier abgeschlossen, aber gegraben wird weiter: Die Biogas GbR Nuttelmann aus Nordsulingen verlegt derzeit den zweiten Bauabschnitt ihres Fernwärmenetzes.

„Mir tut es auch leid für die Anwohner“, sagt Jens Nuttelmann, „uns gefällt das auch nicht.“ Eigentlich hätte das Verlegen der Leitungen längst abgeschlossen sein sollen, aber „es verzögert sich, weil schon so viel im Boden liegt, und der Winter hat es auch noch mal hinausgezögert.“

Erst am Donnerstag sei die Entscheidung gefallen, die Fernwärmeleitung in 1,80 Meter Tiefe nicht per offenem Graben, sondern per Spülbohrung zu verlegen, was deutlich weniger Zeit in Anspruch nehme. „Unsere Hoffnung ist, dass wir damit bis Mitte Mai fertig sind.“ Voraussetzung sei, ein Tiefbauunternehmen dafür zu finden.

Auf ein baldiges Ende der Bauarbeiten hofft Jens Nuttelmann.

Der erste Bauabschnitt erstreckte sich bis zum Sitz des Bauvereins Sulingen am Vogelsang. Über dieses Netz werden inklusive mehrerer Immobilien des Bauvereins zehn Mehrfamilienhäuser mit Wärme versorgt. Seit Mitte 2020 werde geliefert: „Der Winter war gleich eine Herausforderung“, aber es sei alles glatt gelaufen, und eine technische Störung habe die Notheizung wie vorgesehen aufgefangen.

Die laufende Erweiterung sei schon länger geplant gewesen, und sie habe sich ursprünglich bis zum Gymnasium erstrecken sollen; der Landkreis Diepholz als Schulträger habe derzeit jedoch noch keinen Bedarf gesehen. Mit den Arbeiten sei man bei der Leitungssanierung „auf den Zug aufgesprungen“, und mit den Versorgern sei man immer im Austausch gewesen.

Die technischen Voraussetzungen für einen Anschluss des ehemaligen Schulgebäudes sind bereits geschaffen.

Aktuell soll die Leitung fortgeführt werden bis zum geplanten Bauplatz eines Mehrfamilienhauses an der Straße, und schließlich werde zum Abschluss eine 110 kW-Übergabestation installiert für mögliche zukünftige Erweiterungen. Anschließend folge, wie vom Verwaltungsausschuss des Sulinger Stadtrates am Mittwoch beschlossen (wir berichteten), der Anschluss des früheren Grundschulgebäudes. Dafür seien bereits Absperrhähne vorbereitet, und von dort könne ein Flexrohr durch den Kriechkeller zur Heizung verlegt werden. Sobald die Überlegungen zur weiteren Nutzung des Gebäudes abgeschlossen seien, könne der endgültige Anschluss hergestellt werden.

Pläne für einen weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes gebe es nicht, sagt Jens Nuttelmann, obwohl die Kapazitäten dafür vorhanden seien: „Das, was jetzt inklusive Schulgebäude dran ist, könnten wir noch mal anschließen, aber wir entwickeln das langsam weiter.“ Die Planungen richteten sich eher darauf, weitere Redundanzen einzubauen, etwa durch Hackschnitzel, um im Notfall nicht auf Heizöl oder Erdgas zurückgreifen zu müssen: „Wir wollen CO2-neutral bleiben und reine Biowärme anbieten.“ Ende 2024 stehe dann, nach Auslaufen der Förderung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz die Modernisierung des ursprünglichen Blockheizkraftwerks an. Das sei noch ein sogenannter Zündstrahler, aber es solle eine reine Gasmaschine werden – „die gab es damals noch nicht in der Größe, die wir benötigen.“

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