Abschied von der Carl-Prüter-Schule: Wilhelm Detert tritt seinen Ruhestand an

Salut für den „Captain“

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Manfred Evensen (links) verabschiedete Wilhelm Detert in den Ruhestand.

Sulingen/Wehrbleck - Es sei für sie beide ein besonderer Tag, stellt Manfred Evensen fest: Bevor der Leiter der Carl-Prüter-Oberschule in Sulingen selbst in den Ruhestand verabschiedet wurde, oblag es ihm bei der Feier im Garten von „Witten Deel“ in Wehrbleck-Nordholz, seinen langjährigen Kollegen Wilhelm Detert „vorauszuschicken“ (wir berichteten). Detert ist passionierter Segler, und so nutzte Evensen ein Zitat von keinen geringeren als Admiral Lord Nelson, um das Wirken des 63-Jährigen zu würdigen: „A captain’s word is law“ (also: „Das Wort eins Kapitäns ist Gesetz“). Ob der Name Nelson geläufig sei, erkundigte sich Evensen, Wilhelm Detert konterte schmunzelnd: „Das ist angemessen.“

Detert sei nicht immer ein „Captain“ gewesen, habe im März 1979 als „Leichtmatrose“ angefangen, in Freistatt an der Janusz-Korczak-Förderschule. Dort war er ein halbes Jahr als Lehrer tätig, wechselte dann für zwei Jahre an die Hauptschule in Syke. 1982 kam er nach Sulingen, unterrichtete an der Hauptschule mit Orientierungsstufe an der Edenstraße. 1988 wechselte er zur damaligen Realschule an der Straße „Am Deepenpool“, die 2012 mit der Hauptschule zur Oberschule verschmolz – was auch Deterts Rückkehr an die Edenstraße zur Folge hatte.

„Word“ – in dem Programm, und anderen, habe Detert eine Fortbildung gemacht, folgte Evensen weiter Nelsons Satz, „das Wort, die Sprache, hatte für dich aber auch eine wichtige Bedeutung: Du überlegst sehr gut, was du sagst und wie du es sagst. Und hast dich immer besonders um Schüler mit Migrationshintergrund gekümmert, die mit der Sprache Probleme haben.“ Law, Gesetz – die Gesetzmäßigkeiten der Physik kenne Detert als Segler sehr gut. Der protestierte lachend, als Evensen zu einer Anekdote über eine Tour auf dem Dümmer ansetzte. Der Schulleiter beließ es bei einem Wortspiel: „Wie könnte man ‚dumm gelaufen‘ steigern? Vielleicht: ‚Dümmer vollgelaufen...‘.“

Wilhelm Detert erklärte, er sei dankbar, dass er in seiner Laufbahn stets hilfsbereite, freundliche Kollegen traf. Vorsicht gelte es nun bei Vorschlägen aus seiner Familie walten zu lassen, was er mit seiner Zeit anfangen könnte. In Richtung seiner Ehefrau, Konrektorin Bärbel Detert, stellte er grinsend fest: „Sie ist nicht mehr meine Vorgesetzte. Daran wird sie sich gewöhnen müssen.“ Neben Präsenten, darunter ein von allen Kollegen signierter Rettungsring, und den besten Wünschen für den Ruhestand gab es von den Lehrkräften für Detert eine „Performance“, sie begleiteten ein Lied mit koordiniertem Klatschen und dem Stapeln von Bechern.

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