Abriss am „Haus am Suletal“ läuft / Neubau beginnt voraussichtlich im April

Kneifer knabbert Nordflügel

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Mit der Kneifer genannten Abbruchzange des Baggers zerlegen Mitarbeiter der Wildeshausener Firma Scheele Stück für Stück den Nordflügel der Sulinger Senioreneinrichtung „Haus am Suletal“.

Sulingen - Stück für Stück zerbeißt die Kneifer genannte Abbruchzange des Baggers den Nordflügel der Senioreneinrichtung „Haus am Suletal“, per Wasserstrahl verhindern Mitarbeiter der Wildeshausener Firma Scheele, dass sich Staubwolken bilden. Es ist ein imposanter Anblick, der derzeit Passanten an der Memelstraße in Sulingen häufig zu Zaungästen macht. „Der Plan ist, dass die Abrissarbeiten im Februar abgeschlossen werden“, sagt Einrichtungsleiter Claus-Henning Bruns.

Begonnen hatten sie bereits am 11. Januar, „mit vorbereitenden Arbeiten wie dem Ausbau von Lampen und Türen, um das Material vernünftig recyceln zu können.“ Bis der Regionalverbund der Diakonischen Altenhilfe Leine-Mittelweser das ab Mitte der 60er Jahre in mehreren Bauabschnitten errichtete Gebäude durch den geplanten Neubau ersetzt hat, wird noch reichlich Wasser die Sule hinabfließen.

„Ende dieses Monats führen wir Gespräche mit Vertretern von Firmen, die im Rahmen der Ausschreibung Angebote abgegeben haben“, kündigt Bruns an, „drei sind in der engeren Auswahl.“ Anbieter, die alle Gewerke vereinen: „Bis auf die Möblierung und Gartenarbeiten kommt alles aus einer Hand, die Bauaufsicht hat unser Architekt.“ Das dreigeschossige Gebäude werde flacher, allerdings auch breiter und länger als der Altbau sein. Wie zuvor wird es Platz für 80 Bewohner (im „Haus am Suletal“ insgesamt 130) geben, dann allerdings ausschließlich in Einzelzimmern. „Sechs Zimmer haben wir so groß geplant, dass die Möglichkeit bestünde, sie mit zwei Personen zu belegen – mit Ehepaaren, zum Beispiel, oder falls der Kostenträger entscheidet, keine Einzelzimmer mehr zu finanzieren.“

Vorgesehen sei, dass die Bauarbeiten im April beginnen. „Die Bauzeit soll maximal anderthalb Jahre betragen, zum Oktober 2017 sollten die Bewohner in den Neubau eingezogen sein – wir hoffen natürlich, dass es schon eher geht.“ Die rund 80 „Nordflügler“ wurden im Oktober/November vergangenen Jahres übergangsweise in die drei Häuser mit insgesamt 24 Seniorenwohnungen einquartiert, die die „casa Baubetreuung“ auf der Südseite des „Haus am Suletal“ errichtete. Die Verteilung der Bewohner auf die Häuser konnte weitgehend analog zu der auf die Etagen im Nordflügel erfolgen, so dass sie von vertrautem Personal betreut werden. Da die Gebäude nicht für vollstationäre Pflege konzipiert sind, galt es – in Absprache mit der Heimaufsicht – Kompromisse einzugehen, so Claus-Henning Bruns.

Dass die vereinbarte Laufzeit für diese Übergangslösung enden könnte, bevor der Neubau bezugsfertig ist, bereitet ihm keine allzu großen Sorgen: „Es besteht eine sehr gute Zusammenarbeit mit der ‚casa‘. Und es gibt Überlegungen, dass wir später selbst die Vermietung der Seniorenwohnungen übernehmen.“ Die Mieter sollen ja ohnehin, so der Grundgedanke, soweit wie sie es wünschen Service-Leistungen des „Haus am Suletal“-Teams (Mahlzeiten, hauswirtschaftliche Hilfe, Hausmeisterdienste und so weiter) in Anspruch nehmen können .

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