Verkauf im „Sulinger Reisebüro“ endet

Ab 1. August keine Bustickets mehr vor Ort erhältlich

Mehrere Busse warten am ZOB in Sulingen auf die Abfahrt.
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Die Busse halten weiterhin in der Nachbarschaft des „Sulinger Reisebüros“, aber Fahrscheine lassen sich dort ab August nicht mehr kaufen.

Sulingen – Busfahren ist von und nach Sulingen weiterhin möglich, keine Frage. Im Voraus Busfahrscheine zu erwerben geht hier aber bald nicht mehr: Wie der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen GmbH (VBN) nun in einer Pressemitteilung bekannt gibt, wird zum 1. August der Vorverkauf von VBN-Tickets im „Sulinger Reisebüro“ der Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya GmbH (VGH) eingestellt.

„Wir sind damit nicht glücklich“, betont VGH-Geschäftsführer Holger Laurenz. Der Ticketvorverkauf sei eine Leistung, die man im Auftrag der Omnibusbetrieb G. Wilmering GmbH & Co. KG in Vechta angeboten habe und die von den Kunden sehr gerne angenommen worden sei. „Wir sind von der Nachricht überrascht worden. Es gab auf der anderen Seite keinen Diskussionsbedarf mehr.“

Zum Betriebsstart sei die Vereinbarung getroffen worden, dass die Tickets über das Reisebüro in Sulingen verkauft würden, bestätigt Michael Greutsch, Verkehrsplaner des Omnibusbetriebs Wilmering. „Die Kosten standen aber in keinem Verhältnis zu dem, was an Tickets verkauft wurde – das war sehr überschaubar, auch schon vor Corona.“ Ein eigenes Büro habe man in Sulingen nicht, deswegen sei derzeit auch kein Verkauf vor Ort möglich: „Es ist noch in Klärung, ob es eine andere Verkaufsstelle geben wird.“

VBN strebt flächendeckend Verkaufsstellen an

Bis dahin stehen den Fahrgästen laut Pressemitteilung für den örtlichen Ticketvorverkauf das Lemförder Reisebüro, das Reisezentrum am Bahnhof in Diepholz und das Holiday Land Reisecenter in Twistringen zur Verfügung. Der VBN versuche, eine möglichst breite Verteilung der Verkaufsstellen im Verbundgebiet zu haben und eine gute Flächendeckung zu erzielen, sagt VBN-Pressesprecher Eckhard Spliethoff. Gemeinsam müsse daran gearbeitet werden, wieder eine geeignete Vorverkaufsstelle zu finden, aber „aktuell ist das eine Verschlechterung für die Fahrgäste, ganz klar.“

Als Alternative empfiehlt der VBN die Nutzung des „HandyTickets“, bei dem Fahrscheine über die kostenlose „FahrPlaner“-App oder die neue „BOB“-App angeboten werden. Außerdem könnten Kundenkarten über die Internetseite des VBN geordert werden. Bei Fragen helfe zudem die VBN-24-Stunden-Serviceauskunft (Tel. 04 21 / 59 60 59).

Nicht alle Tickets können per App gelöst werden

In der Praxis hat diese Lösung allerdings ihre Grenzen: Abgesehen davon, dass der Weg zum Ticket über das Internet oder eine App nur den Fahrgästen offensteht, die sich im Umgang damit auch sicher genug fühlen und entsprechende Online-Zahlungsmöglichkeiten nutzen, sind bestimmte Angebote auf dem Smartphone oder am Rechner gar nicht verfügbar – beispielsweise lassen sich die vergünstigten Vierertickets aktuell überhaupt nicht über eine App erwerben. „Das stimmt“, räumt Eckhard Spliethoff ein, aber die Apps würden gerade überarbeitet. Bis das geschehen sei, könnten die Fahrgäste aber ja ein Einzelticket lösen und zu einer der örtlichen Vorverkaufsstellen fahren, um dort Vierertickets auf Vorrat zu kaufen, empfiehlt er.

Nach wie vor möglich ist auch der Kauf von Fahrscheinen direkt im Bus. Wie mehrere Fahrgäste berichten, gebe es bei manchen Busfahrern jedoch Lücken bei den Sprachkenntnissen, sodass eine Beratung über das Ticketangebot kaum möglich sei. Zudem komme es auch vor, wie eine Dame erzählt, dass nicht das korrekte Ticket verkauft wird: Ihr sei statt eines Erwachsenen- auch schon einmal ein Kinderfahrschein verkauft worden.

Diese Beschwerden kann Michael Greutsch nicht nachvollziehen: „Wir haben sicher einige Fahrer, die noch nicht hundertprozentig hochdeutsch sprechen oder das letzte Detailwissen über die Tarife haben, aber die grundsätzliche Beratung sollte möglich sein.“ Ansonsten sollten die Fahrgäste gerne einen Hinweis an das Omnibusunternehmen geben, damit dort nachgebessert werden könne.

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