Recyclingabteilung in Sulingen

„Delme“-Beschäftigte bewegen 3500 bis 4000 Tonnen Altpapier im Jahr

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Mitarbeiter und Beschäftigte der Recyclingabteilung der „Delme“ am Standort Sulingen. An drei Tagen in der Woche touren sie durch die Stadt Sulingen und sammeln Altpapier ein.

Ihr Beitrag zum Klimaschutz: 3500 bis 4000 Tonnen Altpapier bewegen die Beschäftigten der „Delme“ in Sulingen jährlich. Vor 25 Jahren wurde die große Recyclinghalle eingeweiht.  

Sulingen – Seit Anfang der 90-Er gehören die Presswagen zum Sulinger Stadtbild. Drei Tage in der Woche schwärmen Beschäftigte und Mitarbeiter der Delme-Werkstätten am Standort Sulingen aus, um sich im Auftrag der Abfall-Wirtschafts-Gesellschaft des Landkreises Diepholz (AWG) des Altpapiers ihrer Mitbürger im Mittelzentrum anzunehmen. Seit Ende der 80-Er gilt der Unternehmensbereich Recycling als eine der tragenden Säulen der Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen am Standort Sulingen. Im Oktober 1994, vor 25 Jahren, weihten Mitarbeiter und Beschäftigte die Recyclinghalle am Hasseler Weg ein. „Die Entscheidung, die Halle zu bauen, war damals wegweisend“, sagt Klaus Müller.

Müller, Leiter der Werkstätten in Sulingen und Diepholz, zugleich der Großküchen der „Delme“ in Delmenhorst, Diepholz, Sulingen und Weyhe, war neben Günter Kieslich einer der ersten Gruppenleiter der Recyclingabteilung am Standort Sulingen. Heute leitet Hermann Schlake die Gruppe, die in die Verantwortung von Stefan Volkmann fällt. Volkmann ist Produktionsleiter am Standort Sulingen.

Das Konzept des Aufbaus der Recyclingabteilung stammt aus der Feder des ehemaligen Werkstattleiters der „Delme“ in Sulingen und späteren Geschäftsführers der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz, Michael Lensing. Lensing suchte nach Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen.

Stefan Volkmann und Klaus Müller (von links) über den Bauplänen der Recyclinghalle, die vor 25 Jahren fertiggestellt wurde. Fotos: Schlotmann

„Ende der 80-Er / Anfang der 90-Er waren Straßensammlungen hier noch selten“, erinnert Müller. Michael Lensing habe dann „vier oder fünf Drahtboxen“ zur Aufnahme des Altpapiers der Bürgerinnen und Bürger im Stadtgebiet aufstellen lassen. „Die Boxen wurden dann zweimal die Woche angefahren und geleert.“ Zur „Verarbeitung“ schaffte die „Delme“ eine 20-Tonnen-Presse an, die damals noch unter einem Unterdach eines Betriebsgebäudes am Hasseler Weg ihren Platz fand. Abnehmer des gepressten Altpapiers war damals Europa Carton in Hoya.

Was als Idee begann, entwickelte sich nach und nach weiter. Klaus Müller: „Die Presse zog um in ein Zelt, später in einen Holzschuppen.“ Die 20-Tonnen-Presse wich einer mit einer doppelten Leistung. Was folgte, war die Anschaffung des ersten eigenen Presswagens Anfang der 90-Er. Für dessen Nachfolger waren die Zugänge zum Holzschuppen nicht hoch genug. „Vor 26 Jahren entstand dann die Idee, eine neue Halle zu bauen.“

Förderbänder füttern 50-Tonnen-Presse

Stefan Volkmann spricht von einer Grundfläche von 1 000 Quadratmetern; die Bereiche des Gruppenleiterbüros und der Sozialräume für die Beschäftigten nicht mitgerechnet. Die Halle beherberge inzwischen eine 50-Tonnen-Presse, zu der das Papier über Förder- und Sortierbänder transportiert wird und an denen die Beschäftigten Störstoffe aussortieren.

Neben der Straßensammlung im Auftrag der AWG nehmen die Beschäftigten der „Delme“ am Hasseler Weg nach wie vor Selbstanlieferer in Empfang. „Pappe und Papier von Privatpersonen, zusätzlich von Gewerbekunden auch saubere Folien“, erklärt Klaus Müller.

Müller: „Müssen wirtschaftlich arbeiten“

Liefen durch die Hände und die Maschinen der Beschäftigten der „Delme“ in den Gründerjahren an die 100 Tonnen Altpapier im Jahr, sind es heute 3 500 bis 4 000 jährlich. In Spitzenzeiten waren 30 Beschäftigte in dem Unternehmenszweig tätig, heute sind es noch 13. Folge des technischen Fortschritts, aber auch der Veränderungen des Marktes. Klaus Müller: „Auch wir müssen wirtschaftlich arbeiten.“

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