Unterstützung durch Deutsche Fernsehlotterie 

Hospizbau in Sulingen: 300.000 Euro für „ZUGvogel“

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Freuen sich über die namhafte Zuwendung seitens der Deutschen Fernsehlotterie: Dr. Claudia Kemper, Vorsitzende des Vereins Palliativstützpunkt (links) und die künftige Einrichtungsleiterin Petra Brackmann. 

Sulingen - Bianca Sengün, Mitarbeiterin des Palliativstützpunktes Landkreis Diepholz, nahm die frohe Kunde als erste wahr: Die Deutsche Fernsehlotterie bezuschusst den Bau des Hospizes „ZUGvogel“ in Sulingen. Laut Förderbescheid, den Hospizleiterin Petra Brackmann und Dr. Claudia Kemper als Vorsitzende des Vereins Palliativstützpunkt jetzt vorstellten, unterstützt die Fernsehlotterie das Bauprojekt mit einer Spende in Höhe von 300.000 Euro.

Bianca Sengün hatte den Brief der Lotterie, einer gemeinnützigen Gesellschaft mit Sitz in Hamburg, geöffnet und den Umschlag zunächst kommentarlos Petra Brackmann in den Posteingang gelegt; nicht ohne das Kuvert vorher mit einem Smiley zu versehen. „Die Freude ist nach wie vor riesig“, sagt Brackmann eine Woche nach Erhalt der frohen Kunde. Dr. Claudia Kemper nickt: „Das macht uns das eine oder andere eben doch leichter.“

2,3 Millionen Euro fließen laut Brackmann und Kemper in das Projekt „ZUGvogel“. Im Sommer hatte Brackmann die Präsentation des Vorhabens bei der Deutschen Fernsehlotterie eingereicht. „Nahezu einen gefüllten Aktenordner“, sagt die künftige Leiterin der Einrichtung, die derzeit am Sulinger Wiesenweg entsteht. „Inklusive des Förderantrages“, so Brackmann. „Wir haben uns gedacht, wir versuchen es einfach mal. Und jetzt das...“

Dr. Claudia Kemper stimmt im Lobgesang auf die Förderer mit ein. „Bei unseren Finanzierungsüberlegungen haben wir entsprechende Zuwendungen in keinster Weise berücksichtigt. Klartext: Das stärkt jetzt unsere Rücklagen; verschafft uns ein wenig Luft und nimmt uns den Druck von den Schultern. Das ist einfach nur klasse.“

Innenausbau hat begonnen 

Die Arbeiten am Wiesenweg sind zwischenzeitlich weit vorangeschritten. „Der Rohbau steht“, meldet Petra Brackmann nicht ohne Stolz. Dr. Claudia Kemper: „Nicht nur das; der Innenausbau hat längst begonnen.“ Erst am Dienstag waren die beiden Frauen unterwegs, um sich Anregungen für die Innenausstattung zu eigen zu machen.

„An dem Termin der Fertigstellung halten wir fest“, gibt sich Einrichtungsleiterin Petra Brackmann bestimmt. Hospiz und Verwaltungsgebäude sollen zum 1. Mai kommenden Jahres in Betrieb genommen werden. „Das feiern wir ein ganzes Wochenende lang“, kündigt die Hospizleiterin an.

Der Neubau soll sich in ein gemischtes Wohn- und Industriegebiet einfügen. Das Grundstück ist 3500 Quadratmeter groß. Das Gebäude ist nach Westen ausgerichtet, hat eine Nutzfläche von 850 Quadratmetern. Laut Petra Brackmann sollen acht barrierefreie Bewohnerzimmer entstehen, davon ein Demenzzimmer. Alle Zimmer haben ein eigenes Bad und Zugang zu einer eigenen Terrasse. Zusätzlich sollen in dem Gebäude am Wiesenweg ein „Snoezelraum“, ein Raum der Stille, ein Kreativraum und ein Bad mit Wellnesswanne entstehen. 

 oti

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