Zweitägiges Fest startet mit Umzug von Groß Mackenstedt nach Heiligenrode

Prächtige Kulisse für die Übergabe der Erntekrone

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Die Formation „Mo`Jazz & Horns“ sorgt beim Erntefest für eine fröhliche Stimmung.

Heiligenrode - Von Angelika Kratz. Perfekt präsentierte sich das zweitägige Erntedankfest in Heiligenrode: Vom Anfang bis zum Ende stimmte alles zur Freude des Organisationsteams rund um Viola Dahnken vom Heiligenroder Heimatverein und der riesigen Gästeschar.

Der Sonnabend zeigte sich pünktlich zum Umzug mit einem Spätsommerwetter, genau richtig für eine Open-Air-Veranstaltung. Für die Fangemeinde galt es, den gastgebenden Hof Beneke am Ende der Eggeseer Straße, fast am Kiekut-See, erst einmal zu finden. „Hier waren wir noch nie“, bestätigten viele, diese Ecke von Stuhr noch nicht betreten zu haben. Es fanden dennoch alle hin, und die Übergabe der prächtigen Erntekrone hätte keine bessere Kulisse haben können.

Allein die rund 200 Kühe auf dem Familienhof protestierten hinsichtlich menschlichen Gästeschar. Zudem ertönte die Musik aus gleich drei Klangquellen. Es spielten die Klosterbläser, die Blaskapelle „Da Capo“ und der „Didi-Doktor“. Er bot plattdeutsche Rezepte gegen alle Alltagsplagen. Außerdem standen 23 geschmückte Wagen bereit. Da konnte eine Kuh schon leicht verwirrt gewesen sein. Streicheinheiten erhielt so manches Kalb, das seine schützende Behausung neugierig verließ. Zwei ganz freche Exemplare versuchten sogar, die Jacken der Kinder anzulutschen oder schlabberten mit ihrer schon sehr imposanten Kälberzunge am menschlichen Nachwuchs. Der freute sich über das nahe Miteinander – pädagogisch gut zeigte das Erntedankfest seine praktische Seite außerhalb aller wunderschönen Bilderbücher.

Die Familie Beneke hatte sich gewaltig ins Zeug gelegt und ihren Hof mit Blumen und viel Dekoration herausgeputzt.

Erntefest Heiligenrode

Junior Lars begrüßte neben Bürgermeister Niels Thomsen, Heimatvereinsvorsitzende Viola Dahnken sowie die Landjugend-Vorsitzende Nina Siekkötter zur Übergabe der Erntekrone. Dazu schmeckte das Bier der kleinen Wildeshausener Brauerei Bannas. Brau- und Malzmeister Thomas Bannas hat seine eigenen Wurzeln gleich ein paar Straßen weiter und freute sich, seine Spezialität hier anbieten zu können.

Im roten Chevrolet mit Fahrer und Autobesitzer Peter Hierling fuhren die Majestäten mit Erntekönigin Anne Dörgeloh und den Schützenkönigshäusern aus der Malsch und Heiligenrode vor.

Zeit genug gab es auf dem Hof Beneke neben den 200 Kühen und den vielen Kälbern, auch die vielen Erntewagen zu bestaunen. Viel Mühe hatten sich alle Teilnehmer gemacht, und es lohnte sich, mehr als einen Blick darauf zu werfen. Mittendrin war eine zwölfköpfige Delegation vom Stuhrer Freundschaftsverein mit Freunden aus der polnischen Gemeinde Ostrzeszów. Wie seit vielen Jahren reisten sie für einige Tage an. Über den Großen Heerweg nahm der Zug schließlich seinen Verlauf bis zur Wassermühle in Heiligenrode und zum Festplatz auf der Mühlenwiese.

Die Teilnehmer tanzten fröhlich und lange bis in die Nacht zu fetziger Musik der „Late-Night-Showband“. Die Wahl der Entekönigin hielt selbst die Jüngsten im Festzelt wach. Erst kurz vor Mitternacht konnte nach einem spannenden Wettkampf die bis dahin noch amtierende Erntekönigin Anne Dörgeloh ihrer Nachfolgerin Daniela Schröder die verdiente Krone aufsetzen.

Der gestrige Tag begann mit einem Zeltgottesdienst mit Heiligenrodes neuer Pastorin Tabea Rösler und dem Posaunenchor. Die Band „Mo`Jazz & Horns“ sorgten anschließend beim Frühschoppen und Erbsensuppe für Stimmung.

Im Anschluss war Kaffee und Kuchen angesagt, bevor am späten Nachmittag die Erntekrone für einen guten Zweck versteigert wurde.

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