Zwei Wochen Zeit zum Ernten

Heidelbeersaison in Groß Mackenstedt beginnt 

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Jutta Kuhlenkamp in ihrem Heidelbeerfeld: Die Erntezeit hat begonnen und dauert schätzungsweise zwei Wochen an.  

Gr. Mackenstedt - Von Janna Silinger. Es ist ruhig. Vögel zwitschern in der Ferne, der Wind lässt die Blätter rascheln, ein paar Kinder laufen lachend durch die Reihen. Und dann plötzlich: bedrohliche, laute Vogelschreie. Mitten auf dem Blaubeerfeld der Familien Kuhlenkamp.

Sie kommen allerdings nicht von einem echten Vogel, sondern von einem akustischen Greifvogel. Eine moderne Vogelscheuche. „Der ist betrieben mit einer Autobatterie“, erklärt Jutta Kuhlenkamp. Er soll Tauben und Stare von den Heidelbeeren fernhalten. Die Vögel fressen nicht nur die Beeren, sondern brechen auch die Äste ab. Deshalb hängt mitten im Feld die Attrappe, um die Sträucher und die Früchte zu schützen. Und das hat sie in den vergangenen Jahren schon immer sehr gut bewerkstelligt, erklärt die Landwirtin lächelnd.

Seit 2002 pachtet sie das zwei Hektar große Feld in Groß Mackenstedt hinter der Jet-Tankstelle. Dort wachsen in insgesamt 4 800 Kübeln Heidelbeersträucher. „Wir haben drei verschiedene Arten. Reka, Duke und Blue-Corp“, berichtet Kuhlenkamp weiter. Die Sorten reifen nacheinander, sodass es immer was zu ernten gibt, weil ständig Beeren nachwachsen.

„Wer möchte, kann mit einem Gefäß herkommen, das wiegen wir und hinterher wiegen wir es, wenn es gefüllt ist. Die Differenz wird abgezogen und man zahlt natürlich nur für die Beeren.“ Ein Kilo kostet vier Euro. Kuhlenkamp kann nicht einschätzen, wie lange die Möglichkeit der Eigenernte besteht. Das hänge stark vom Wetter ab. „Die Heidelbeeren hätten gern mal einen vollen Kübel von oben“, berichtet sie. Die süßliche Frucht ist allerdings ohne Wasser sehr schnell unbrauchbar. Deshalb bewässert Kuhlenkamp die Pflanzen etwa zwei mal die Woche.

Neben dem Feld bauen sie jedes Jahr eine Holzhütte auf. Dort geht der Verkauf über die Bühne. „Wir haben auch Heidelbeertorte und heiße und kalte Getränke“, so Kuhlenkamp. Die kann man im Heidelbeer-Café daneben zu sich nehmen, wenn man eine Pause machen oder sich nach dem Ernten im Schatten entspannen möchte.

Es gibt auch kaum Regeln, sagt Kuhlenkamp. Sie bittet die Leute lediglich darum, nicht zwischen den Kübeln langzugehen, weil dann immer ein paar Beeren abfallen, und wenn es möglich ist, einen Busch leer zu ernten.

Die Jet-Tankstelle und die Bundesbahn in der Nähe des Feldes seien kein Problem, erzählt die Landwirtin. Man kriege davon überhaupt nichts mit, dazu sei die Entfernung dann doch zu groß.

Mindestens 100 Leute nehmen pro Tag das Angebot wahr, erzählt sie weiter. Frische, leckere und vor allem gesunde, regionale Beeren, und dazu auch noch eine Aktivität an der frischen Luft. Das lohnt sich.

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