Fertigstellung bis Herbst 2022

Zwei Projekte in Stuhr-Brinkum: Wohnungen und ein neuer Busbetriebshof

Ein Mann hockt auf einer Wiese, im Hintergrund eine Kirche.
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Auf der Fläche des Wohnprojekts: Leo Wilmering.

Brinkum – Besonders auffällig ist die Baustelle hinter den Verkehrsbetrieben Diepholz Nord (VDN, ehemals Wolters) an der Bremer Straße in Brinkum nicht. Und vielleicht wäre sie auch weiterhin unbeachtet geblieben, wenn nicht das auf Kampfmittelbergung spezialisierte Unternehmen Bitek dort eine 40 Zentimeter lange Sprenggranate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden hätte – so geschehen am Mittwoch vergangener Woche.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst musste anrücken, die Granate antransportieren und andernorts sprengen (wir berichteten).Auf den Fortgang der Arbeiten habe das aber keinerlei Auswirkungen, versichert VDN-Chef Leo Wilmering. Er will nicht nur seinen Busbetriebshof modernisieren, sondern gemeinsam mit einem Partner, dem Lohner Unternehmer Olaf von Lehmden, auf der Hälfte eines zusätzlich erworbenen Grundstücks Wohnhäuser bauen. Vor knapp einem Jahr hat Wilmering in der Kreiszeitung über dieses Vorhaben berichtet. Anlass damals: ein Landeszuschuss von 2,4 Millionen Euro für den Umbau des Betriebshofs, den er mit Kosten zwischen fünf und fünfeinhalb Millionen Euro veranschlagt. Nach Rücksprache mit dem Bauamt der Gemeinde Stuhr am gestrigen Dienstag soll die Baugenehmigung für den Betriebshof heute vorliegen, teilt Wilmering mit. Das Erstellen eines Lärmemissionsgutachtens habe den Startschuss verzögert. „Das war notwendig. Der Betrieb selbst wird nicht verändert, aber ich reiße die alten Immobilien ab.“

Bis das passiert, dürfte es nicht mehr lange dauern. Wilmering möchte aus drei Gebäuden eins machen, das Werkstatt, Verwaltung und Waschhalle beinhaltet. Nach 12 bis 14 Monaten soll das neue und knapp 1 700 Quadratmeter große Gebäude fertig sein. „Wir werden vorübergehend keine Werkstatt und keine Tankstelle haben, aber das werden wir lösen“, sagt der VDN-Chef. Die Waschhalle werde zuletzt abgerissen.

„Hohe Mieten werden das nicht“

Derweil sind die Busse bereits verlegt und parken während der Bauphase auf dem Gelände der Firma BG Trans Logistik an der Industriestraße in Seckenhausen. „Sobald wir an der Bremer Straße tanken und waschen können, holen wir sie zurück“, sagt Wilmering. Den Fahrzeugen wird dann deutlich mehr Platz zur Verfügung stehen, denn Wilmering hat eine insgesamt 12 000 Quadratmeter große Fläche hinter dem Betriebshof von privat hinzugekauft, zwischen der Kirchstraße und der Firma Mink. Bis zu 56 Busse seines Linienbündels Nord muss Wilmering unterbringen.

Den meisten Platz des zusätzlich erworbenen Grundstücks beansprucht das „Brinkumer Carré“, für das die Erdarbeiten längst begonnen haben (ungefähr 6 500 Quadratmeter). Geplant ist ein Neubau von sechs Gebäuden mit insgesamt 47 Wohneinheiten sowie 94 Autoparkplätzen und 88 bis 192 Abstellmöglichkeiten für Räder. „Alle Häuser sind unterkellert, Anschlüsse für Elektromobilität vorhanden.“ Die Erschließung soll über die Kirchstraße erfolgen. Kosten: 11,3 Millionen Euro.

Was die Mieten angeht, wollten sich er und sein Partner an den ortsüblichen Preisen orientieren. „Hohe Mieten werden das nicht“, versichert Wilmering. Seiner Auskunft nach sind die Wohnungen im Schnitt 75 Quadratmeter groß. „Sonst wären sie zu teuer.“ Bis Herbst 2022 sollen beide Projekte fertig sein – „mit allem drum und dran“, sagt Wilmering.

Die Anordnung der sechs Wohngebäude im „Brinkumer Carré“. Zeichnung: privat

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