Zwei Adventskonzerte in Brinkum und Heiligenrode / Karola Schmelz-Höpfner pausiert

Gesungener „Wunschzettel“ kommt gut an

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„Chorisma“ hat seine Zuhörer bei gleich zwei Adventskonzerten am Wochenende überzeugt.

Heiligenrode/Brinkum - Von Angelika Kratz. Der „Wunschzettel“ war in diesem Jahr das große Thema der Sänger von „Chorisma“, die gleich an zwei Abenden ihre Gäste überzeugten. So war der Chor am Sonnabend in der Heiligenroder Marienkirche zu Gast, Sonntag in der evangelischen Kirche in Brinkum.

Die Gruppe scheint sich einen festen Platz im Herzen der Heiligenroder Musikfreunde gesichert zu haben: Die Marienkirche war am Samstagabend voll besetzt. „Advent ist ein Leuchten“ ertönte nach dem viel beklatschten Einzug der mehr als 40 Sänger. Zahlreiche Gäste quittierten zudem die festliche schwarze Garderobe der Gruppe sowie deren rote Accessoires mit einem anerkennenden Kopfnicken. Chorleiterin Karola Schmelz-Höpfner erläuterte, dass das „Wunschzettel“-Thema des Abends in Anlehnung an das neue Weihnachtsliederbuch entstanden sei. Locker und temperamentvoll führte sie ihre Gäste durch das anschließende Konzert. Zur Seite stand der Gruppe, der man die Lust am Chorgesang von der ersten Minute an abnahm, eine kleine und feine Band: Agata Ciurkot am Klavier und Christian Höpfner am Schlagzeug. Sie erhielten zudem Unterstützung von John Kavanagh mit seinem besonderen Percussion-Einsatz.

Der erste Teil des gut eineinhalbstündigen Konzertes umfasste weltliches und weihnachtliches Liedgut in einer abwechslungsreichen Mischung für alle Altersstufen und Geschmäcker. Das Publikum ließ sich nur allzu gerne mitnehmen auf die Reise zwischen Spirituals, Gospels und bekannten deutschen Weihnachtsmelodien. Ein wunderschön interpretiertes „Halleluja“ sorgte für hörbares wohliges Seufzen aus der Richtung der Kirchenbänke. Solistin Susanne Winkelmann setzte mit ihrer tollen Altstimme bei „Shackles“ und „My God is so good“ noch einen drauf. Mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingssituation bekamen Spirituals wie „Take Care“ eine besondere Bedeutung hinsichtlich der Verantwortung für die neuen Nachbarn.

Christian Höpfner überzeugte am Schlagzeug mit einem Solo und gab dem Liedtitel „Ich verlass’ Dich nicht“ eine besondere Wirkung. Agata Ciurkot glänzte bei „I’m dreaming of a white christmas“ am Klavier, und der Chor konnte durchatmen.

Voll auf Weihnachten war der zweite Programmteil ausgerichtet, der mit vielen Überraschungen aufwartete. „Alle Jahre wieder“ wurde ebenso wie das Stück „Hört der Engel helle Lieder“ auf ungewöhnliche, aber wunderschöne Weise interpretiert. Altes Liedgut im Gewand von 2015 machte Spaß, und das Publikum ging bestens mit. Statt der Bohdran ergriff John Kavanagh sein Essbesteck zur musikalischen Begleitung eines irischen Weihnachtslieds.

Am Ende sagte Karola Schmelz-Höpfner „Tschüss“: Sie verabschiedete sich als Chorleiterin nicht nur in die Weihnachtspause, sondern auch in den Mutterschutz. Ihre Vertretung übernimmt Agata Ciurkot.

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