Zuständiger Ausschuss diskutiert Antrag morgen Abend im Rathaus

FDP fordert Verlegung der Schwellen am Varreler Feld

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Die FDP kritisiert die Aufpflasterung am Varreler Feld. Archivfoto: Husmann

Stuhr - „Davon bekommt man Rücken“, hatte der FDP-Fraktionschef Jürgen Timm im vergangenen Dezember während einer Ratssitzung geschimpft, als es um die Aufpflasterungen am Varreler Feld ging. Daraufhin hatten die Liberalen diesbezüglich im April einen Antrag gestellt, ihn jetzt noch einmal überarbeitet. Darin fordern sie, dass die sogenannten Berliner Kissen baulich so verändert werden, „dass sie dem tatsächlichen Bedarf gerecht werden“. Der Ausschuss für Verkehr, Ordnung und Soziales befasst sich auf seiner morgigen Sitzung mit dem Thema.

Timm und seine Kollegen kritisieren, dass die jetzige Aufpflasterung am Varreler Feld rund 95 Meter vom Eingang zur Kindertagesstätte entfernt liegt und an dieser Stelle in jeder Fahrtrichtung schon ihre eigentliche Bedeutung verloren habe. „Die neue straßenbreite Aufpflasterung mag ja den notwendigen Vorschriften genügen, sie hat sich aber eher als verkehrsgefährdend herausgestellt, weil sie im Vergleich zu anderen baugleichen Schwellen deutlich höher ausgefallen ist“, schreibt Jürgen Timm.

Zudem seien die Verkehrshinweise „völlig unzureichend“. Ein Argument, dem die Verwaltung in der Beschlussvorlage schon die Grundlage entzieht. Durch den Bau der Kindertagesstätte habe man am Varreler Feld eine Tempo-30-Zone eingerichtet, schreibt Michaela Schierenbeck vom Fachdienst Verkehr und Feuerwehr. Ein wesentlicher Bestandteil solcher Bereiche sei der Wegfall der Beschilderungen.

In ihrem Antrag fordern die Liberalen außerdem, die Zuwegung zur Kindertagesstätte neu zu konzipieren. Die Einrichtung habe weder vom Varreler Feld noch vom Sanddornweg „eine fußläufige Verbindung zum Eingang“, kritisieren sie und schlagen vor, an den Zufahrten zur Kita einen Fußweg zum Radweg mit einer Aufpflasterung herzustellen. „Das käme den Bedürfnissen für die Sicherheit an der Tagesstätte und für die Drosselung des Fahrzeugverkehrs am nächsten. Auch jede Art von Lärmbelästigung wäre dann praktisch ausgeschlossen und die fehlende Verbindung zu Fuß- und Radweg hergestellt“, begründet Timm.

Auf der Tagesordnung steht außerdem ein zweiter Antrag der FDP, der sich mit der Verlegung der Bushaltestelle Landwehr an der Blockener Straße befasst. Der Haltepunkt war im Jahr 2010 um rund 100 Meter in Richtung Delmenhorster Straße verlegt worden, weil der Eigentümer der unmittelbar in der Nähe befindlichen Hofstelle sich laut Rathausmitarbeiterin Michaela Schierenbeck „nicht einsichtig hinsichtlich der Gestaltung des Umfeldes zeigte“.

Die Liberalen beantragen nun, das Bushäuschen in Richtung Stuhr vor den Geflügelhof zu verlegen. Die derzeitige Haltestelle werde vor allem von Kindern gemieden, weil sie Angst vor dem Hund des dortigen Anwohners hätten, begründet Jürgen Timm. Zudem liege der Haltepunkt in einer Kurve und stelle eine Gefahrenquelle für den Verkehr dar.

Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr im Rathaus.

sb

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