Zusammenlegung zweier Sanierungsabschnitte ab dem 6. Juli verkürzt Bauzeit

B322 voraussichtlich schon am 10. August wieder frei

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Diese Kreuzung der B322 mit der Heiligenroder Straße (l.) und der Blockener Straße (r.) ist ab dem 6. Juli voll gesperrt. Autofahrer müssen den Bereich weiträumig umfahren.

Gr. Mackenstedt - Von Andreas Hapke. Frohe Botschaft für die Autofahrer in Stuhr und Umgebung: Weil die ausführende Firma Koch in der kommenden Woche zwei Bauabschnitte zusammenlegt, dürfte die Sanierung der Bundesstraße322 eher abgeschlossen sein als bislang geplant. Dies hat Jürgen Brinkmann vom Fachbereich Verkehr, Ordnung und Soziales gestern mitgeteilt.

Bauleiter Bodo Eberhard bestätigt diese Entwicklung auf Nachfrage: „Wir werden versuchen, die Straße am 10. August freizugeben“, sagt Eberhard.

Demnach könnten die Asphaltarbeiten auf dem gesamten Abschnitt bereits am 31. Juli beendet sein. Anschließend sei noch ungefähr eine Woche notwendig, um die Beschilderung anzubringen, die Seitenräume anzugleichen, die Fahrbahnmarkierungen aufzutragen – und nicht zuletzt um aufzuräumen. Ursprünglich sollte die Sanierung bis zum 21. August dauern.

Im Hinblick auf eine kürzere Bauzeit hatten sich die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsstelle Nienburg, und die Firma Koch darauf verständigt, die am Schluss vorgesehenen Arbeiten zwischen der Steller Straße und der Autobahn1 vorzuziehen. Sie beginnen nun am Montag, 6. Juli. „Das ist möglich, weil wegen der Vollsperrung weniger Verkehr in Groß Mackenstedt zu verzeichnen ist“, sagt Brinkmann. „Mittlerweile haben die Verkehrsteilnehmer verstanden, dass sie die Ortsdurchfahrt nicht nutzen können.“ Die Arbeiten erfolgen unter halbseitiger Sperrung der B322, eine Ampel regelt den Verkehr. Radfahrer und Fußgänger „werden in Bereiche geleitet, die sicher sind“, erklärt Brinkmann.

Dieser Streckenabschnitt bereitet dem Rathausmitarbeiter keine Sorgen. Anders sieht es mit dem parallel betroffenen Stück zwischen der Klosterbachbrücke und der Kreuzung der B322 mit der Heiligenroder und der Blockener Straße aus. Diese ist dann voll gesperrt und steht den Verkehrsteilnehmern voraussichtlich bis zum 22. Juli nicht zur Verfügung. „Die Autofahrer müssen große Umwege in Kauf nehmen“, kündigt Brinkmann an.

Entsprechende Umleitungen sind bereits seit Beginn der Sanierung im Mai ausgeschildert: Wer aus Richtung Bassum oder Kirchseelte kommt, fährt über Seckenhausen bis Brinkum-Nord und gelangt zum Beispiel über die Autobahn nach Groß Mackenstedt. Aus der Gegenrichtung geht es über die Moordeicher Landstraße, Altstuhr und Brinkum-Nord nach Bassum und Kirchseelte.

„Das funktioniert nur, wenn man in der Lage ist, ein Schild zu lesen“, sagt Brinkmann. Sonst gebe es ein Chaos wie in den ersten Tagen der Baustelle Anfang Mai. Seinerzeit war der Verkehr auf kleine Straßen wie den Bremer Weg und den Mittelweg ausgewichen, was die Anwohner auf die Palme brachte (wir berichteten). Inzwischen hat sich laut Brinkmann die Lage beruhigt, die Anlieger sind zufriedener geworden – „auch wenn es immer noch Laster gibt, die sich in die Wohngebiete verirren“.

Radfahrer und Fußgänger müssen an der gesperrten Kreuzung gegebenenfalls Geduld aufbringen. Der Fußweg verläuft innerhalb des Baufeldes. „Doch wenn schwere Baumaschinen zum Einsatz kommen, müssen die Leute auch mal zehn Minuten warten“, sagt Brinkmann. Sicherungsposten würden für das gefahrlose Passieren dieses Bereichs sorgen.

Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier will nicht nur die negativen Aspekte der Sanierung sehen: „Die Unternehmen haben Umsatzeinbußen, das ist nicht wegzudiskutieren. Hier fließt aber auch viel Geld in die Infrastruktur. Wir haben eine neue Straße, die lange Zeit keine Probleme bereitet.“

Dass Ausweichstraßen wie der Neue Weg in Moordeich zu Rennstrecken werden, soll laut Bürgermeister Niels Thomsen der Messwagen des Landkreises Diepholz verhindern. „Der ist nicht nur von Montag bis Freitag im Einsatz, sondern auch an Wochenenden.“

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