Zehn Jahre Kunstturnen in Heiligenrode

Eleganz auf dem Balken und am Reck

+
Anmut ist Trumpf bei den Vereinsmeisterschaften der TSV-Kunstturner.

Heiligenrode - Überall springt einem am Sonnabend die Zahl zehn in der Turnhalle der Grundschule Heiligenrode ins Auge. Ob auf Plakaten oder bunt verzierten Muffins – sie war kaum zu übersehen. Grund: Die Vereinsmeisterschaft der Kunstturner im TSV Heiligenrode stand im Zeichen des zehnjährigen Bestehens der Sparte. So lange hält auch Trainerin und Leiterin Daniela Wendtorff schon die Fäden in der Hand.

Gespannt drückt Sonja Grund aus Brinkum die Daumen und schaut auf den Schwebebalken inmitten der Turnhalle. Alles ist still. Ihre achtjährige Tochter Julia aus der dritten Liga (6- bis 10-Jährige) hebt gerade graziös das rechte Bein in die Luft. „Waage“ nennt man dieses Element. Auch die Kampfrichter schauen konzentriert zu. Zu der Platzierung kann noch nichts gesagt werden. Die Mädchen müssen sich auch noch an der Reckstange und weiteren Geräten beweisen. Ob Radschlag, Handstand und Überschlag gelingen, hängt nun nicht mehr vom Üben ab, sondern auch von der Aufregung.

Daniela Wendtorff hat sich schon lange auf dieses Wochenende gefreut. „Die Mädels sind mir sehr ans Herz gewachsen“, erzählt die 28-Jährige aus Melchiorshausen. Ende Juni 2005 löste sie ihre Mutter Monica Wendtorff als Spartenleiterin ab, und auch in Zukunft sieht sie sich beim Kunstturnen im TSV. „Der Turner Rudi Jäger ist mein Vorbild. Er sagte einmal: ,Ich werde tot in der Turnhalle umfallen.‘ Und so sehe ich das bei mir auch.“

In Zukunft möchte Wendtorff selbst noch einmal als Turnerin durchstarten. Sie hat schon an einigen Ligawettkämpfen teilgenommen und sich für die Zukunft hohe sportliche Ziele gesteckt.

Momentan sind 35 Kunstturner im TSV Heiligenrode aktiv. Sie trainieren zwei- bis dreimal pro Woche für 90 Minuten.

Nicht nur die Trainerin ist begeistert von der Vereinsmeisterschaft sondern auch Eltern und Teilnehmer. „Ich freue mich sehr, hier mitzumachen“, erzählt Julia Grund. Seit ihrem fünften Lebensjahr ist sie nun dabei. „Am liebsten turne ich auf dem Balken.“ Auch Mutter Sonja ist begeistert: „Die Körperspannung und die Haltung verbessern sich enorm in den jungen Jahren. Das Jubiläum ist für alle eine gute Sache.“

Dann hat das Warten und die Anspannung ein Ende. Viele der Mädchen nehmen für ihre Leistungen Medaillen und Pokale entgegen.

Anschließend dürfen die Älteren aus der 1. und 2. Liga (ab elf Jahre) in der Turnhalle einen gemütlichen Abend inklusive Pizzaessen verbringen.

mje

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Bilder: Keine Nerven vom Punkt - DFB-Frauen siegen gegen Russland

Bilder: Keine Nerven vom Punkt - DFB-Frauen siegen gegen Russland

DFB-Elf mit zwei Elfmeter-Toren ins EM-Viertelfinale

DFB-Elf mit zwei Elfmeter-Toren ins EM-Viertelfinale

Schwimmer Wellbrock erreicht WM-Finale: "Riesig"

Schwimmer Wellbrock erreicht WM-Finale: "Riesig"

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Dienstag

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Dienstag

Meistgelesene Artikel

Sommerpicknick in Asendorf erfreut sich großer Beliebtheit

Sommerpicknick in Asendorf erfreut sich großer Beliebtheit

Satteldiebstahl in Heiligenrode

Satteldiebstahl in Heiligenrode

Endgültiges Disco-Aus für das „Aero“?

Endgültiges Disco-Aus für das „Aero“?

Norwegischer Urlauber will Benzin holen und "tankt" beim Schützenfest in Stuhr

Norwegischer Urlauber will Benzin holen und "tankt" beim Schützenfest in Stuhr

Kommentare