Zahl der Eheschließungen steigt 2015 nur unwesentlich von 126 auf 129

Interesse am Heiraten bleibt in Stuhr mau

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Im Varreler Gutshaus haben sich im vergangenen Jahr 45 Paare trauen lassen.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Die Zahl der Eheschließungen und Lebenspartnerschaften bewegt sich in Stuhr auf einem konstant niedrigen Niveau.

129 Paare haben sich im vergangenen Jahr das Jawort gegeben, 126 waren es 2014. Es sind gleichzeitig die beiden Jahre mit den wenigsten Hochzeiten innerhalb der vergangenen zwei Jahrzehnte. Dies geht aus einer Statistik der Gemeinde hervor. Mit 45 Eheschließungen hat das Gutshaus in Varrel etwas von seiner Attraktivität als Trauort eingebüßt. 57 Paare hatten sich im Vorjahr für eine Zeremonie in dieser besonderen Atmosphäre entschieden. Zwei Hochzeiten gingen im Heiligenroder Müllerwohnhaus über die Bühne, da das Gut wegen einer Veranstaltung nicht zur Verfügung stand.

Wie üblich haben sich die meisten Paare im Rathaus trauen lassen (82). Zuletzt war das Gutshaus im Jahr 2011 mit 83 Feiern beliebter als der Verwaltungssitz (78).

Sowohl 2014 als auch 2015 wurde eine Lebenspartnerschaft mit weiblicher Beteiligung begründet.

Das Interesse auswärtiger Pärchen an einer Hochzeit in Stuhr ist rückläufig. Nur noch zehn (2014: 16) suchten dafür einen Trauort in der Gemeinde auf, die weiteste Anreise hatten zwei „Turteltauben“ aus der Landeshauptstadt Hannover.

Während das Durchschnittsalter lediger Frauen zum Zeitpunkt der Heirat unverändert bei 32 Jahren lag, entschlossen sich Männer diesmal erst mit 35,5 Jahren zu diesem Schritt. 2014 waren sie im Schnitt noch 34 Jahre alt.

Dass Alter nicht davor schützt, in den Hafen der Ehe einzulaufen, bewiesen eine 75-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann. Beim ältesten Paar war die Frau 75, der Mann 73 Jahre alt. „Früh gefreit“ hieß es dagegen für eine 19-jährige Frau und einen 20-jährigen Mann. Die beiden bildeten auch gleichzeitig das jüngste Gespann.

Bei 57 Paaren war mindestens schon ein Partner einmal oder mehrmals verheiratet. Das entspricht in etwa dem Vorjahreswert (53). Zwölf Mal kam es vor, dass mindestens ein Partner eine ausländische Staatsangehörigkeit hatte, unter anderem thailändisch, brasilianisch und vietnamesisch. Im vergangenen Jahr war das bei 13 Trauungen der Fall.

Beliebteste Monate für die Eheschließungen waren der Juli (22) und der August (19). Während dies von Jahr zu Jahr variiert, ist für die Namensführung seit jeher der Mann das Maß aller Dinge. Nur acht Herren der Schöpfung erklärten sich 2015 bereit, die Namen ihrer Ehefrauen anzunehmen. Im Vorjahr waren es immerhin noch zehn Männer.

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