Wurstrest kann Seuche auslösen

Landvolk informiert auf Autohof in Groß Mackenstedt über Afrikanische Schweinepest

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Das Landvolk will einer Ausbreitung der Schweinepest vorbeugen.

Stuhr/Gr. Mackenstedt - Mit einer landesweiten Aktion haben Landwirte an Autohöfen und Raststätten über die Gefahren der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aufgeklärt. Das Landvolk Mittelweser war auf dem Autohof in Groß Mackenstedt an der A 1 unterwegs, um mit Flugblättern in acht Sprachen insbesondere Fernfahrer aus Osteuropa zu sensibilisieren.

Gerade die Autobahnraststätten und -parkplätze, wo Urlauber und Lkw-Fahrer Pause machen, sind laut einer Mitteilung des Landvolks Quellen der Verbreitung. „Übertragen wird ASP hauptsächlich durch Kontakt zu virusbehafteten Personen, Kleidung, Futtermittel, Schlacht- oder Speiseabfälle, Nahrungsmittel oder Viehtransporter. Die mitgebrachte Salami aus Polen kann zum Beispiel das Virus enthalten“, heißt es weiter. 

Die Schweinepest sei für den Menschen ungefährlich, aber der am Rastplatz entsorgte Wurstrest stelle eine Nahrungs- und somit Verbreitungsquelle für Wildschweine dar.

„Experten schätzen das Risiko des Eintrags von ASP nach Deutschland entlang der Fernstraßen als hoch ein. Deshalb informieren wir“, sagt Landvolk-Vorsitzender Christoph Klomburg, der gemeinsam mit Geschäftsführer Olaf Miermeister und Mitarbeitern und Landwirten die Flyer verteilt hat. 

Die Warnhinweise stehen auch im Internet

„Die Reaktionen waren durchweg positiv“, resümiert Miermeister. „Einige kannten die Flugblätter sogar bereits.“

Das Landwirtschaftsministerium hat die Warnhinweise in acht Sprachen auf seiner Homepage veröffentlicht und zum Download bereitgestellt. „Auch Landwirte, die Arbeitskräfte aus Osteuropa beschäftigen sollten die Gefahren ansprechen und Tipps zur Vermeidung geben“, sagt Christoph Klomburg.

Das Landvolk hat außerdem wetterfeste Schilder an stark frequentierten Parkplätzen im Verbandsgebiet aufgestellt, um einer Ausbreitung der Seuche vorzubeugen.

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