Workshop Mediennutzung in Brinkum

Die Rechte des Nachwuchses im Internet

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Wer sich mit seinem Handy im Internet bewegt, sollte sich über die rechtliche Lage im Klaren sein.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Die Vermittlung von Medienkompetenz spielt schon in den sechsten Jahrgängen eine große Rolle. Viele der Schüler verfügen bereits über ein eigenes Handy, ohne über die rechtlichen Konsequenzen ihres Handelns im Bilde zu sein. In diesem Punkt vorbeugend tätig zu werden, hat sich „Stuhr macht Prävention“ auf seine Fahnen geschrieben. Anfang Februar gehen Workshops in den sechsten Klassen über die Bühne, begleitet von einem Elternabend zum Thema „Mediennutzung heute: gemeinsam denken und diskutieren“ am Mittwoch, 3. Februar, um 19 Uhr in der Mensa der KGS Brinkum. Der Eintritt ist frei.

Zum zweiten Mal lädt die Gemeinde in Kooperation mit der KGS und der Volkshochschule des Landkreises Diepholz zu einer solchen Veranstaltung ein.

Ihre Bedeutung – für den Schulalltag und darüber hinaus – ist den Schilderungen von Sozialarbeiterin Stefanie von Bargen zu entnehmen. Ihrer Auskunft nach schicken schon Achtklässler Fotos von halb entkleideten Mitschülern von Handy zu Handy, „das hat manchmal mobbing-ähnliche Strukturen“. Es gebe „immer mal wieder Fälle, dass Bilder auftauchen, die schwierig zu löschen sind. Da hat es schon viele Gespräche gegeben“.

Dem soll der Workshop für die Sechstklässler entgegenwirken. Schon die sind laut von Bargen in Whats-App-Gruppen und Klassenchats unterwegs. „Die moderieren wir und stellen Regeln auf, wie wir damit verfahren können.“ Der Workshop soll dem Nachwuchs aufzeigen, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Es geht um die Rechte des Nutzers am eigenen Bild und auf die Privatsphäre, ebenso um Urheberrechte. „Nur wer die Rechte kennt, kann sie einfordern“, sagt von Bargen.

Den gesunden Umgang mit Internet, Computerspielen und Handy will der Hannoveraner Verein „smi)ey“ mit den Klassen nach eigener Auskunft bedarfsgerecht und bedürfnisorientiert erarbeiten.

Schwerpunkte des Workshops bilden demnach der Gebrauch der Handykamera, Kostenfallen im Internet, die Wirkung von Computerspielen, Suchtmechanismen und Abhängigkeit von Onlinespielen, das Verhalten im Chat sowie die Verwendung von Bildern und persönlichen Daten im Internet.

Die Ergebnisse der Workshops fließen in den Elternabend ein, der den Erziehungsberechtigten „die ihnen oft fremde Welt“ (von Bargen) des Nachwuchses nahe bringen soll. Sie lernen die Sichtweisen der Kinder kennen und verschiedene Internetangebote, die Schüler gerne und häufig nutzen. Außerdem erhalten sie laut „smi)ey“ Impulse, um mit ihren Kindern über eine sinnvolle Mediennutzung diskutieren zu können.

Hans Schüler vom Team Jugendarbeit betont, dass der Abend offen für alle interessierten Eltern aus der Gemeinde Stuhr sei.

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