Wo jeder ein Stammkunde ist

Weihnachtsbaumverkauf in Stuhr startet

Thorsten Hegeler und Gaby Pschunder sind bereit für den Verkauf der Weihnachtsbäume auf ihrem Hof in Stuhr-Blocken.
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Thorsten Hegeler und Gaby Pschunder sind bereit für den Verkauf der Weihnachtsbäume auf ihrem Hof in Stuhr-Blocken.

Blocken – Hüft- oder haushoch? Schlank oder buschig? Kerzengerade oder sich dem geschwungenen Stil des Wohnzimmer-Mobilar anpassend? Sattes Grün oder ein leichter Blau-Stich? Vor diesen und ähnlichen Fragen stehen derzeit viele Menschen, die ihre Stuben mit einem Weihnachtsbaum festlich aufzuwerten versuchen – auch in Stuhr.

Zumindest an der Auswahl scheitert es auf dem Hof Düßmann nicht: 3 000 potenzielle Weihnachtsbäume, allesamt Nordmanntannen, stehen dort bereit, um geschlagen und bunt dekoriert zu werden, wie Ania Düßmann berichtet. Ab morgen beginnt dort offiziell der diesjährige Verkauf. „Es gibt aber Stammkunden“, erklärt Düßmann, „die gehen schon vorher in unseren Wald, suchen sich einen Baum aus und hängen ein Schild daran.“ Die so reservierten Bäume werden dann später geschlagen und abgeholt. Andere holen sich zu Beginn der Weihnachtszeit bereits eine Tanne für den Vorgarten oder die Terrasse, sagt sie, „und später dann noch mal einen für drinnen.“

Baum sollte akklimatisieren

Den gekauften Baum zumindest so lange wie möglich draußen zu lassen, das ist auch der Tipp von Thorsten Hegeler. Auf seinem Hof Hegeler-Pschunder beginnt bereits heute der Verkauf der Weihnachtsbäume. Ein paar Hundert Nordmanntannen zwischen einem und vier Metern Höhe suchen ein neues Zuhause. „Am besten, man lässt den Baum ein wenig akklimatisieren“, rät er. Den Unterschied zwischen klirrender Kälte und warmer Stube, das halte kein Baum aus.

Aushalten müssen Hegeler und seine Familie allerdings die Corona-Maßnahmen. Für den Baumverkauf auf dem Hof bedeutet das: 2G-Kontrollen und regulierter Ein- und Ausgang. „Nur lüften müssen wir nicht“, lacht Gaby Pschunder. „Aber wir sind froh, dass wir Leute haben, die uns helfen. Alleine für die Kontrolle der Impfausweise stellen wir zwei Helfer ab.“

Heiligabend gibt es keine Bäume mehr

Auf das Geschäft selber habe Corona aber keinen spürbaren Einfluss. „Eigentlich wird es sogar eher mehr“, sagt Thorsten Hegeler. Wann am meisten los ist, das hänge vom Wetter ab. „Nur Heiligabend, da gibt es keinen Baum mehr“, sagt er, „da soll alles schon verkauft sein.“

Dass ihr die Ware ausgeht, sieht Ania Düßmann nicht kommen. Daher würden auch manche noch an Heiligabend kommen und einen Baum kaufen. Manche Kunden würden sie selber schlagen, aber viele auch schlagen lassen. „Die Leute sind bequemer geworden“, stellt Ania Düßmann fest, dass der Trend zum bereits geschlagenen Baum geht.

Das Objekt der Begierde: Der Tannenbaumverkauf startet vielerorts am Wochenende – auch in Stuhr.

Und die Kunden sind wählerisch. „Manche laufen eine Stunde im Wald rum und können sich nicht entscheiden“, sagt sie. Dabei habe sich preislich nichts getan. Die günstigsten Bäume kosten 17 Euro pro Meter. Auf dem Hof von Thorsten Hegeler kosten die meisten Tannen zwischen 20 und 22 Euro je Meter, „aber dafür liefern wir die Bäume auch“. Ein Angebot, das gerne angenommen werde, vor allem von älteren Leuten.

Treckermuseum und süditalienisches Olivenöl

Aber auch für Familien und Kinder wird etwas geboten. Für die sei das ein Erlebnis, sagt der Hofherr. Die Kinder spielen im Treckermuseum und für die Eltern hat Hegelers Schwester Sabine Heusmann echtes süditalienisches Olivenöl aus eigenem Anbau im Angebot. „Das passt eigentlich nicht zusammen“, sagt sie, „aber man kann es bei der Gelegenheit ja trotzdem mal zusammenbringen.“

Auf eine Sache weisen aber sowohl Ania Düßmann als auch Familie Hegeler-Pschunder vehement hin: Ein Baum solle auf keinen Fall vor der Heizung oder dem Ofen aufgestellt werden, „sonst wird er zu schnell trocken“, warnt Thorsten Hegeler. Und dann ist es schnell vorbei mit „Oh, Tannenbaum!“ an Heiligabend...

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