28 Schüler aus dem Canton d’Ecommoy zu Besuch bei Jugendlichen der KGS Brinkum

„Wir stärken europäischen Gedanken“

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Die französischen Schüler mit ihren Gastgebern vor dem offiziellen Empfang im Sitzungssaal des Rathauses.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Besuch aus der französischen Partnergemeinde Canton d’Ecommoy haben seit Montagabend 28 Mädchen und Jungen der KGS Brinkum. Laut Rathausmitarbeiterin Frauke Wulf sind die Gäste mit ungefähr zweistündiger Verspätung gegen 22 Uhr auf dem Schulparkplatz eingetroffen, weil sie wegen der Terrorgefahr nicht durch Belgien reisen durften.

Nach einer Führung durch die Schule stand gestern der obligatorische Empfang im Saal des Stuhrer Rathauses auf dem Programm. Daran nahmen alle 56 Gäste und Gastgeber im Alter von 14 und 15 Jahren teil, außerdem die beiden Französischlehrerinnen Caroline Kraus und Kristine Weidemann sowie Sylvie Preuscher-Garnier, Gastmutter und „ehrenamtliche“ Übersetzerin während des Empfangs.

Im Namen der Gemeinde begrüßte die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Karin Hofmann die Franzosen. Sie erinnerte daran, dass die „lebendige Partnerschaft“ zwischen Stuhr und dem Canton d’Ecommoy vor mehr als 40 Jahren begann. Die daraus entstandenen Schulbesuche gebe es jetzt auch schon seit über 30 Jahren.

„Europa ist allgegenwärtig und wächst hoffentlich weiter zusammen“, sagte Doris Karin Hofmann und fügte hinzu: „Wir als Gemeinden stärken mit unserer Partnerschaft diesen europäischen Gedanken.“

Die deutsch-französische Partnerschaft im Geiste des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer und seines französischen Amtskollegen, des Präsidenten Charles de Gaulle, nannte Hofmann etwas Besonderes. „Vielleicht erkennen gerade Sie als junge Menschen diese Besonderheit gar nicht mehr“, mutmaßte die stellvertretende Bürgermeisterin. Frieden und Freiheit seien etwas Besonderes, um das man sich aktiv kümmern müsse, durch Begegnung und Freundschaft zwischen den Menschen. „Sie werden Stuhr, die Region und Bremen kennen lernen, eine andere Lebensweise und Kultur. Ich wünsche Ihnen, dass sie viele Freundschaften schließen können.“

Gelegenheit dazu gibt es reichlich: Für heute zum Beispiel ist ein Ausflug nach Hamburg inklusive Picknick geplant, für Montag ein Abstecher nach Bremerhaven und für Mittwoch einer nach Bremen. Morgen, übermorgen und Dienstag stehen die Tage im Zeichen des Unterrichts an der KGS, das Wochenende verbringen die Franzosen komplett in ihren Familien.

Zurück geht es am nächsten Donnerstag gegen 6 Uhr und damit rund zwei Stunden früher als ursprünglich geplant. Auch das ist dem Umstand geschuldet, dass der Bus nicht durch Belgien fährt.

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