Premiere

Biohof Potthasten lädt am Tag der Regionen zur Eiersuche ein

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Dennis Potthast reicht seinem Sohn Enno das Hühnerfutter. Hinten läuft Christian einigen Hühnern nach, Johannes und Jacob halten als Brüder und Großstädter erst einmal vorsichtig die Hand.

Varrel - Von Angelika Kratz. Erstmals hatte der noch junge Biohof der Familie Potthast an der Delmenhorster Straße in Varrel zum Tag der Regionen eingeladen. Zur Premiere gab es direkt etwas Besonderes: eine Eiersuche für kleine und große Besucher.

Gewaltig hatte es am Tag zuvor geregnet, aber ein schmaler strohgedeckter Weg führte auch für Besucher ohne Gummistiefel relativ schmutzfrei zu den Hühnern. Mal eben und fast unbeabsichtigt durch die Matsche zu laufen, erlaubte sich indes die junge Generation, die mit Omas und Opas angereist war. Gegacker kam im Vorfeld eher aus menschlichen Kehlen. „Wo sind denn jetzt die Hühner? Kann ich auch ein Huhn halten? Was fressen Hühner? Warum tragen die keine Ringe?“ Die Hauptdarsteller der Gattung „Lohmann-Braun-Plus“, so die korrekte Bezeichnung für die Bio-Hühner, verhielten sich total entspannt.

Hühnermobil geht alle 14 Tage auf Reisen

Gerade 21 Wochen alt waren die braunen Legehennen, die ihre Eier der Sorte „S“ in das mit Dinkelspelzen gepolsterte Gemeinnest legten. Dennis und Maren Potthast versorgen derzeit 225 Hühner, die ihre ersten, verkaufsfähigen Eier zu legen beginnen. Mit dem Wachstum der Tiere werden die Eier zwar größer, aber gerade die Sorte „S“ sei besonders schmackhaft, betonte Dennis Potthast. Alle 14 Tage geht der Bestand mit dem Hühnermobil auf die Reise zu neuen Grünflächen. So gibt es keine kahl gerupften Stellen, denn Hühner können schnell einer grünen Wiese den Garaus machen. Stickstoff als nötigen Dünger für den Boden liefert das Hühnervolk in dieser Zeit durch die Verdauung. Ein perfekter Kreislauf, welcher der Idee der Familie Potthast von einer nachhaltigen ökologischen Landwirtschaft mit einer möglichst tiergerechten Hühnerhaltung entspricht.

Christian, Jacob, Johannes und Sohn Enno Potthast scherten sich nicht um solche Überlegungen. Enno durfte als Fachmann den anderen Kindern zeigen, wie die Hühner richtig gefüttert werden. Papa Dennis hob die kleinen Gäste einfach über den Zaun ins Hühnervolk. Der Nachwuchs stand nur kurze Zeit etwas zögerlich zwischen „Lohmann-Braun-Plus“, denn vor glücklichen Hühnern braucht keiner Angst zu haben. „Die kann man sogar streicheln“, freute sich Christian über seine gelungene Kontaktaufnahme. Wieder rüber über den Zaun ging es zur Eiersuche, denn dafür waren schließlich alle gekommen.

Tiere werden nach 580 Tagen geschlachtet

„Wir brauchen noch mehr Kartons“, riefen die begeisterten Kinder. Keine Frage: Die Eiersuche in den angenehmen Dinkelspelzen des großen Nestes im Hühnermobil bereitete den Kleinen einen riesigen Spaß.

Viel Informationen über die im Jahre 2015 als Bio-Hof klassifizierte Vollerwerbslandwirtschaft gab es für die Erwachsenen. Die Besucher erfuhren, dass die Hühner keine Ringe tragen müssen, weil alle gleich alt seien, und dass sie nach nur 580, aber glücklichen Tagen geschlachtet werden. Dann kommt ein neuer Besatz in das Hühnermobil, der leise und zufrieden vor sich hingackern darf.

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