Schüler sollen 300 Euro pro Monat bekommen

FDP will Stipendien für Erzieher in Ausbildung

Stuhr - Mit einem Stipendienprogramm für Erzieherinnen und Erzieher möchte die FDP dem Fachkräftemangel in diesem Beruf entgegenwirken. Einen entsprechenden Antrag wollen die Liberalen auf die Tagesordnung des Ausschusses Jugend, Freizeit und Kultur setzen lassen. Da die Schüler während ihrer langjährigen Ausbildung kein Einkommen hätten und gegebenenfalls für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen müssten, sei ein Stipendium eine gute Möglichkeit, geeignetes Personal auf Dauer an die Kindertagesstätten der Gemeinde zu binden, heißt es in dem von Ratsherr Alexander Carapinha Hesse unterzeichneten Schreiben. Der Varreler sitzt für die FDP in dem zuständigen Ausschuss.

Erstmals ab dem Ausbildungsjahr 2018 sollen vier Schüler in den Genuss einer Förderung von monatlich 300 Euro kommen. „Das soll keine einmalige Sache sein“, sagt Carapinha Hesse. Voraussetzung: Die Bewerber müssen die zweijährige Ausbildung zum Sozialassistenten bereits abgeschlossen haben. Das Stipendium deckt die anschließende, auch zweijährige Fachschule Sozialpädagogik ab. 

Die Bindung an die Kommune soll bereits in dieser Zeit einsetzen: Die Stipendiaten verpflichten sich, bereits den praktischen Teil der Schule in einer Stuhrer Einrichtung zu absolvieren. Darüber hinaus sollen sie nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung mindestens fünf Jahre für Kindertagesstätten der Kommune zur Verfügung stehen. Umgekehrt verpflichtet sich die Gemeinde, den Stipendiaten nach der Ausbildung in ein Beschäftigungsverhältnis zu übernehmen.

Für die Vergabe des Stipendiums wünscht sich die FDP eine öffentliche Ausschreibung und ein transparentes Bewerbungsverfahren. Zu welchen Konditionen ein Ausstieg aus den vertraglichen Vereinbarungen möglich ist, soll Bestandteil des Stipendienkonzepts sein. Denkbar ist laut FDP die teilweise Rückerstattung der Förderung.

„Die Betreuungssituation in den Kindertagesstätten der Gemeinde befindet sich abermals in einer angespannten Lage. Der Gemeinde fehlt schlichtweg das Personal“, stellt die FDP fest. Der Personalstamm der kommunalen Kindertagesstätten unterliege aufgrund von Krankheit, Wegzug, Kündigung und weiterer Gründe einer „extremen Schwankung“. Deshalb solle die Kommune perspektivisch darüber nachdenken, wie man auf absehbare Zeit Personal gewinnen und „bestenfalls binden kann“.

ps/ah

Rubriklistenbild: © dpa

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