Zehn Ehemalige stellen gemeinsam in Syke aus

Wiedersehen mit den Heiligenroder Stipendiaten

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Bei der Vernissage zur Ausstellung „Residence II – Junge Kunst aus Niedersachsen“ gibt es ein Wiedersehen mit Sebastian Dannenberg.

Heiligenrode/Syke - Von Andreas Hapke. Zehn ehemalige Stipendiaten zieht es am Wochenende zurück in die Region. Gemeinsam stellen sie die Ergebnisse ihres kreativen Schaffens ab Sonntag, 4. Februar, in Syke aus.

Wer also wissen will, was aus Sebastian Dannenberg & Co. geworden ist, sollte sich um 12 Uhr zur Vernissage in das Vorwerk begeben, dem Zentrum für zeitgenössische Kunst. Die Präsentation steht unter dem Motto „Residence II – Junge Kunst aus Niedersachsen“.

Nach Auskunft von Nicole Giese-Kroner, künstlerische Leiterin des Vorwerks und Kuratorin der Ausstellung, hat das Stipendium in Heiligenrode eine „herausragende Bedeutung“, und das nicht nur in der Region, sondern in ganz Niedersachsen. Das Landesministerium für Wissenschaft und Kultur fördere schließlich auch eines der beiden Stipendien pro Jahr.

Egal, wohin es die kreativen Köpfe inzwischen verschlagen hat, ob nach Berlin, Bremen, Köln oder Hannover: „Sie kommen gerne wieder hierher, freuen sich total darauf. Einige wollen auch noch einmal nach Heiligenrode fahren und sich ihre ehemalige Künstlerstätte ansehen“, sagt Nicole Giese-Kroner.

Zeit sei prägende Erfahrung gewesen

Die Zeit in Heiligenrode sei für alle Stipendiaten eine prägende Erfahrung gewesen. „Direkt nach dem Studium, wenn sie nicht mehr im Atelier ihrer Hochschule arbeiten dürfen und sich erst einmal zurechtfinden müssen.“ Für den einen oder anderen hat Heiligenrode auch privat eine Entwicklung bedeutet. Elisabeth Stumpf (Bildhauerei, Juli 2013 bis August 2014) etwa sei mit einer Tochter vom Stipendiat zurückgekehrt, berichtet die künstlerische Leiterin. Piotr Rambowski (Malerei, November 2012 bis August 2013) sei während seines Aufenthalts in der Idylle Vater geworden.

Zu einigen der Ehemaligen habe die Gemeinde immer noch Kontakt, verrät Andrea Mehlhop vom Team Stuhr Kultur. Außerdem bekämen alle bisherigen Stipendiaten die neuesten Kataloge ihrer Nachfolger zugeschickt. Ein Zuschuss für die Erstellung eines Katalogs zählt ebenso zu den Annehmlichkeiten eines Stipendiums wie großzügige Atelierräume, eine komfortable Wohnung und monatlich 1 400 Euro.

Auch einige Werke aus Heiligenroder Zeit dabei

Für die Ausstellung in Syke erhält jeder Stipendiat den Raum, für den er vorab bei einer Begehung des Vorwerks Präferenzen entwickelt hat. Es sei spannend zu sehen, wo die Künstler jetzt stehen, sagt Nicole Giese-Kroner. Dass einige der Ehemaligen auch Werke zeigen, die in Heiligenrode entstanden sind, versteht sich von selbst. 

Das gilt erst recht für jene Stipendiaten, deren Aufenthalt in der Künstlerstätte noch nicht so lange zurückliegt. Von David Schomberg etwa, Absolvent des vergangenen Jahres, sind laut Nicole Giese-Kroner Arbeiten aus seiner Abschlussausstellung „Altes Geläut“ zu sehen. Vom alten Hasen Piotr Rambowski hingegen dürften mehr neue als alte Sachen zu erwarten sein.

Zur Vernissage sind lediglich Lena Inken Schäfer und Anna Bart verhindert. Teilnehmen werden Esther Buttersack, Sebastian Dannenberg, Yeon-Ji Kim, Jens Isensee, Sebastian Neubauer, Piotr Rambowski, David Schomberg und Elisabeth Stumpf.

Nach „Artists in residence“ vor mehr als fünf Jahren ist dies die zweite Gruppenausstellung mit ehemaligen Heiligenroder Stipendiaten in Syke.

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