Platz vier für Heiligenrode

„Wettbewerbsteilnahme war Imagewerbung für das Dorf“

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„Gemeinschaft verbindet“ – das demonstrierten die Bewohner vor dem Vereinsheim des TSV Heiligenrode. Die Anlage des Klubs bildete eine Station der Bereisung durch die Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. 

Heiligenrode - Von Andreas Hapke. Und der Sieger ist Heiligen . . . loh. Nicht ganz aufs Treppchen hat es der Stuhrer Ortsteil Heiligenrode beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ geschafft. Am Ende war es Platz vier, der im Sport gemeinhin als undankbar gilt. Doch damit waren die Organisatoren laut Viola Dahnken, stellvertretende Vorsitzende des örtlichen Heimatvereins, „zufrieden. Wir haben uns gefreut, mehr hatten wir uns gar nicht ausgerechnet. Wir wollten unter die ersten Sechs“.

Was die Präsentation Heiligenrodes während des Besuchs der Wettbewerbskommission angeht, sei diese „so gelaufen, wie wir uns das gedacht hatten. Klar hat man immer die Zeit im Nacken, da sich jedes Dorf nur 90 Minuten zeigen darf. Aber insgesamt hat es gepasst, sogar das Wetter hat mitgespielt.“

Detaillierte Auskünfte zum Abschneiden, etwa die erreichte Punktzahl, haben die Heiligenroder nicht erhalten. „Das eine oder andere hat der Jury aber gut gefallen“, nimmt Dahnken als Ergebnis der Bereisung mit. Genaueres erwartet sie im Rahmen der Preisverleihung Ende Oktober beim Sieger Heiligenloh.

Gleichwohl vermutet sie, dass es etwas mit der Nähe des Dorfes zu Delmenhorst und Bremen zu tun haben könnte. „Bis auf eine gute Einkaufsmöglichkeit stimmt bei uns noch die Infrastruktur“, stellt Dahnken fest. „Es gibt sicher Dörfer im ländlichen Raum, die mehr Probleme haben. Die müssen sich auch mehr zusammenraufen, um das zu kompensieren.“ Dahnken nennt das Beispiel Dorfgemeinschaftshaus, das Gemeinden nach Aufgabe sämtlicher Gastronomie aus dem Boden stampfen. „So etwas schweißt zusammen.“

Dahnken hofft auf Motivationsschub

Ein Stück weit erhofft sich Dahnken diesen Effekt aber auch für Heiligenrode. Schon bei der Vorbereitung des Wettbewerbs seien Teile des Dorfes zusammengerückt. „Und vielleicht hat jetzt jemand Lust, sich künftig zu engagieren, wie auch immer – so nach dem Motto: ,Das war so toll, ich unterstütze das jetzt’.“ Ansatzpunkte gebe es genug. Schon im Vorfeld der Bereisung hatte Heimatvereinsvorsitzender Ulrich Brauer Arbeitskreise zu diversen Themen angeregt, etwa zum öffentlichen Personennahverkehr. Dahnken: „Das muss aber nicht über den Heimatverein laufen.“

Unabhängig von der Platzierung sei die Wettbewerbsteilnahme Imagewerbung für das Dorf gewesen. „Heiligenrode war präsent“, betont Dahnken. „Zum einen für die Bewohner, ganz gleich ob Alteingesessene oder Zugezogene, die sehen: Hier passiert etwas. Zum anderen für Außenstehende, von denen uns der eine oder andere mal besucht.“ Vielleicht verschlage es auch die Mitglieder der Jury privat mal nach Heiligenrode.

Ob nach dem Wettbewerb auch vor dem Wettbewerb ist, das vermag noch niemand zu sagen. Laut Dahnken soll die Entscheidung erst in knapp zwei Jahren fallen. Viel früher macht auch aus statistischen Gründen keinen Sinn. Der Ortsteil hat fast 2 800 Einwohner und kratzt damit an der 3 000er-Grenze. Wer drüber liegt, darf nicht mitmachen.

Am Dienstag wollen sich die Organisatoren zunächst einmal zusammensetzen, um den Wettbewerb 2017 in Ruhe Revue passieren zu lassen. „Wir werden in der Nachlese unsere Schwächen herausarbeiten und dagegen angehen“, kündigt Brauer an. „Wir werden Gas geben.“

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