Thomas Melzer hilft ehrenamtlich

Wenn der Computer Probleme bereitet

Bei Computer-Problemen hilft Thomas Melzer gerne weiter. Der 37-Jährige hat 15 Jahre lang als IT-Administrator gearbeitet.  
  Symbolbild: Schmidt
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Bei Computer-Problemen hilft Thomas Melzer gerne weiter. Der 37-Jährige hat 15 Jahre lang als IT-Administrator gearbeitet. Symbolbild: Schmidt
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    vonKatharina Schmidt
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Brinkum – Eine Krankheit hat Thomas Melzer aus Brinkum dazu gezwungen, seinen Job aufzugeben. 15 Jahre lang hat er als IT-Systemadministrator gearbeitet, sechs Jahre davon war er Teamleiter. Seit April ist er arbeitsunfähig. Doch das hält ihn nicht davon ab, sein Fachwissen weiterhin sinnvoll einzubringen. Der 37-Jährige hat sich dazu entschlossen, anderen bei nicht-kommerziellen Angelegenheiten rund um die Computer- und IT-Welt zu helfen. Ehrenamtlich und unentgeltlich.

Wenn ein Virus nervt oder der Drucker zickt

Melzers Angebot richtet sich in erster Linie an Privatpersonen. Er gibt zum Beispiel gerne Ratschläge, wenn die Verbindung mit dem Internet nicht so recht klappen will. Wenn ein Virus Probleme macht. Oder wenn der Drucker zickt. Wer ein Problem hat, kann ihn über seine Internetseite kontaktieren. Dann versucht er zu helfen. „Das kenne ich schon aus dem Bekannten- und Freundeskreis“, erzählt er im Gespräch mit der Kreiszeitung. „Da bin ich auch oft die erste Anlaufstelle.“

Thomas Melzer kommt ursprünglich aus Bremen, ist aber schon während seiner Kindheit mit seinen Eltern nach Brinkum gezogen. Zwischenzeitlich lebte er auch in Weyhe, mittlerweile wohnt er aber wieder in Brinkum.

Für Computer interessierte sich Melzer bereits mit etwa zehn Jahren. „Anfangen hat alles mit einem Schneider-Computer, den mein Vater für sich angeschafft hatte“, schildert er. Im Laufe seiner Schullaufbahn vertiefte er sein Wissen rund um Informatik, und auch während seiner Zeit als IT-Systemadministrator bildete er sich stetig weiter. Zu seinem Job gehörte es, Kunden bei IT-Problemen zu helfen – mit seinem neuen ehrenamtlichen Engagement bewegt sich der 37-Jährige also nicht in unbekannten Gefilden.

Odyssee durch Krankenhäuser

Vor knapp vier Jahren ist Thomas Melzer krank geworden. „Daraufhin ist auch meine Beziehung in die Brüche gegangen“, erzählt er. Infolgedessen lebt sein Sohn nun mehrere hundert Kilometer entfernt, und er kann ihn nicht mehr so oft sehen. „Dadurch hat sich das Ganze verschlimmert, sowohl physisch als auch psychisch“. Es folgte eine Odyssee durch verschiedene Krankenhäuser. Zwischenzeitlich kam der Brinkumer sogar vorsorglich in ein Hospiz. „Aber es ist doch noch gut gegangen“, sagt er rückblickend.

Kontrast zum Konkurrenzdenken

Der Frührentner hält nicht viel von Konkurrenzdenken und der Ellenbogengesellschaft. „Ich kenne mich mit IT aus, warum soll ich mein Wissen nicht weitergeben?“, fragt er. Er fände es schön, wenn mehr Menschen mit dem, was sie gut können, anderen helfen würden.

Für sein neues Projekt musste Thomas Melzer sich keine neue Homepage anlegen. Seine Internetseite www.thomasmelzer.de gibt es schon länger. Vor seiner Arbeitsunfähigkeit hat der Brinkumer dort allerdings Lösungen für komplexere IT-Probleme vorgestellt. „Um es anderen Administratoren leichter zu machen“, erzählt er. Doch Melzer weiß: Eine gute Internetseite lebt von neuen Inhalten. Und die hätte er, nachdem er seinen Job aufgeben musste, eigenen Aussagen zufolge nicht mehr liefern können. Die Seite wäre ,tot‘ gewesen. Daher hat der 37-Jährige sich entschlossen, sie auf neue Füße zu stellen. Nun muss man sich nicht mehr in der Welt der Bits, Bytes und Codes auskennen, um dort fündig zu werden.

Kontaktformular auf Internetseite

Über ein Kontaktformular ist es möglich, bei IT-Problemen einen Hilferuf an Thomas Melzer abzusenden. Wenn nötig, kann er sich (natürlich mit Zustimmung der Besitzer) über eine Fernwartungs-Software auf andere Rechner schalten, um Probleme zu lösen. „Kleinere Probleme kann man aber natürlich auch anhand von Beschreibungen lösen“, sagt er.

Internetseite

www.thomasmelzer.de

Von Katharina Schmidt

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