Gedichte, Lieder und Erzählungen von Heinz Erhardt am Donnerstag im Brinkumer MGH

„Wenn du denkst es geht nicht, geh’ zu Tante Hedwig“

Das Duo „KlangVers“ mit Heike Vroom-Lescow (l.) und Angelica Marcard tritt seit zwei Jahren mit den Werken Heinz Erhardts auf. Im MGH begleiten sie die beiden Leester Schülerinnen Pia Teller (hinten l.) und Aline Ehlers mit ihren Querflöten. - Foto: Ehlers

Brinkum - Von Andreas Hapke. Gastgeberin Daniela Gräf spricht von einem „wunderbaren Mehrgenerationenprojekt“. Sie meint die szenische Lesung des Duos „KlangVers“ alias Heike Vroom-Lescow und Angelica Marcard mit Begleitung durch die Nachwuchsmusikerinnen Aline Ehlers und Pia Teller. Gemeinsam bestreitet das Quartett am Donnerstag um 16 Uhr einen Heinz-Erhardt-Nachmittag im Mehrgenerationenhaus (MGH) an der Bremer Straße 9. Kaffee und Kuchen gibt es bereits ab 15 Uhr, der Eintritt beträgt vier Euro.

Heike Vroom-Lescow und Angelica Marcard haben sich vor zehn Jahren in einem Schauspielkurs in Bremen-Schwachhausen kennengelernt und beschäftigen sich seit zwei Jahren mit dem Komiker Heinz Erhardt sowie den nicht minder humoristisch veranlagten Dichtern Christian Morgenstern und Wilhelm Busch. Den Nachmittag im MGH widmen sie jedoch ausschließlich Erhardt.

Die – teilweise szenischen – Vorträge der ehemaligen Sozialarbeiterin Marcard und der pensionierten Lehrerin Vroom-Lescow wechseln sich ab mit musikalischen Intermezzi. Dafür sind die beiden Leester Schülerinnen Aline Ehlers und Pia Teller mit der Blockflöte zuständig. Sie tragen unter anderem zwei Stücke aus der „Zauberflöte“ vor. „Wir spielen insgesamt mehr Richtung Klassik“, kündigen sie an. Zusammengefunden haben die vier über Ricarda Streckel, die sonst das Programm von „KlangVers“ mit der Querflöte begleitet und zudem Lehrerin der beiden 17-Jährigen ist.

Zu hören sind neben den Gedichten Erhardts und Erzählungen über Stationen seines Lebens auch Lieder, die Angelica Marcard ohne Begleitung singt. „Fährt der alte Lord fort, fährt er mit dem Ford fort“ und „Wenn du denkst es geht nicht, geh’ zu Tante Hedwig“ sind solche Songs, die im Vergleich zu den Gedichten des Komikers weniger bekannt sind.

„Wir suchen separat Texte aus und versuchen dann gemeinsam, das Programm auf eine Stunde zu reduzieren und zu gliedern. Danach lernen wir alles auswendig“, beschreibt Heike Vroom-Lescow das Vorgehen des Duos.

Als „witzig, überraschend und mit vielen Wendungen“ beschreibt Marcard die Werke des deutschen Komikers. Und gefährlich sind sie bei Auftritten wohl auch. „Es ist manchmal schwierig, selbst ernst zu bleiben“, sagt Marcard. Einmal habe sie der Mann von Ricarda Streckel mit seinem Lachen angesteckt. „Seitdem versuche ich, jeden Blickkontakt zu vermeiden.“

Weiter Informationen gibt es im Mehrgenerationenhaus unter Ruf 04 21/80  60  98  74.

www.mgh-stuhr.de

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