Verkehrsteilnehmer sollen großräumig über das Autobahnnetz ausweichen

B75 wegen Brückenabriss bis Sonntag gesperrt

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Die gut 600 Tonnen Stahlbeton werden von vier riesigen Baggern Stück für Stück zertrümmert.

Stuhr - Die B75 zwischen Bremen und Delmenhorst ist ab heute bis zum Sonntag gesperrt. Eine Brücke, die über die Bundesstraße führt, wird abgerissen. Am Freitagabend wurde die Baustelle eingerichtet und mit den Arbeiten begonnen.

Größere Auswirkungen auf den Verkehr im Bereich Stuhr soll es nicht geben, versicherten die Behörden im Vorfeld. „Einschränkungen wie damals durch Arbeiten auf der A1 sind jetzt nicht zu erwarten“, erklärt Bettina Harms von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Oldenburg. 

Grund für die Sperrung ist die Erneuerung der maroden Emshoopbrücke zwischen den Anschlussstellen Stickgras und Heinrich-Plett-Allee der B75. Sie wird nach dem Abriss an diesem Wochenende voraussichtlich am zweiten Oktoberwochenende durch einen neuen Brückenkörper ersetzt. Dann wäre noch einmal eine Sperrung der Bundesstraße notwendig. Alle anderen Arbeiten beeinträchtigen den Verkehr auf der Strecke zwischen Bremen und Delmenhorst nicht. Als Umleitung sollen die Verkehrsteilnehmer das weiträumige Autobahnnetz nutzen. Wer zum Beispiel aus Richtung A28 kommt, wird zum Dreieck Stuhr der Autobahn1 geleitet. Wer umgekehrt aus Richtung Cuxhaven über den Bremer Zubringer auf die B75 nach Delmenhorst fahren möchte, wird bereits auf der A27 zum Bremer Kreuz geschickt.

Brückenabriss an der B75 zwischen Huchting und Stickgras

Laut Harms gibt es immer Leute, die andere Wege suchen oder sich gut auskennen und deshalb nicht großräumig ausweichen. „Aber im Wesentlichen haben wir vermieden, den Verkehr durch die kleinen Straßen zu führen.“ Wer trotzdem an einer der Anschlussstellen abfahre, werde nicht allein gelassen. „Es gibt auch lokale Hinweisschilder“, sagt Harms.

„Es war uns wichtig, dass die Umleitung nicht nur über die Anschlussstellen der B75 läuft, sondern über das Dreieck Stuhr“, sagt Hartmut Martens, Fachbereichsleiter Verkehr, Ordnung und Soziales im Stuhrer Rathaus. Ebenfalls positiv laut Martens: Die Arbeiten würden weder in den Ferien noch an verkaufsoffenen Sonntagen in den Gewerbegebieten über die Bühne gehen.

Nach Auskunft von Rainer Laut, Projektingenieur Brückenbau bei der Oldenburger Verkehrsbehörde, ist ein Neubau nicht nur wirtschaftlicher als eine Verstärkung des 1963 errichteten Bauwerks. Die aktuelle Brücke sei zum Teil auch niedriger als 4,50 Meter, und die Betonpfeiler neben der Straße würden einen eventuell später mal fälligen Ausbau der B75 verhindern – anders als der Ersatzneubau mit großer Spannweite, der ohne Pfeiler auskomme. aha

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