Gute Stimmung trotz Gewitter

Rund 150 junge Teilnehmer beim 25. SWB-Silbersee-Triathlon in Stuhr

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Ohne zu zögern stürzen sich die Teilnehmer des Power-Kids-Triathlon in den Silbersee. 

Stuhr - Von Maren Jensen. Dass Kinder nicht alle den ganzen Tag vor ihren Smartphones sitzen, hat am Wochenende der 25. SWB-Silbersee-Triathlon in Stuhr gezeigt. Dort haben sich rund 150 Kinder und Jugendliche im Schwimmen, Radfahren und Laufen bei Gewitter, Sturm und brütender Hitze gemessen.

Jubelpfiffe, Klatschen und das wilde Rufen hören die Anwohner des Silbersees an diesem Sonnabend schon aus einem Kilometer Entfernung. Renate Tiller steht vor ihrer Haustür und feuert die Mitstreiter von ihrem Vorgarten aus an. „Endlich ist mal wieder was los hier“, sagt die 83-Jährige. 

Neu im Programm war am Sonnabend ab 15 Uhr ein Power-Kids-Triathlon für die Jahrgänge 2001 bis 2012. Jugendliche mussten 400 Meter Schwimmen, 10 Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen bewältigen. Kinder begaben sich auf 50 Meter Schwimmen, einen Kilometer Radfahren und 200 Meter Laufen.

Der Vorsitzende der Tri-Wölfe vom LC Hansa Stuhr Jan Neubauer ist seit zwölf Jahren für diesen Wettbewerb verantwortlich. Viel Zeit hat er in Planung und Organisation investiert. Besonders stolz ist er auf seine zahlreichen Helfer. „Ohne die wäre es wirklich nicht möglich gewesen.“ In blauen Radlerhosen und weißen Shirts sind die Tri-Wölfe auf den Fahrrädern leicht zu erkennen. Sie weisen den Athleten den Weg. Am Rand stehen weitere, in rot gekleidete Helfer, um vor Hindernissen zu warnen oder den Kindern Mut zu machen.

600 Zuschauer feuern die Kinder an

„Es ist mal wieder eine klasse Stimmung hier“, betont Helferin Svenja Exner (28). Und ihre Kollegin Milena Danecke (19) sagt: „Ich bin zum ersten Mal dabei und es gefällt mir wirklich richtig gut hier.“ Beide laufen auf zwei andere Helfer zu, um sie von ihrer Schicht abzulösen. „Achtung, scharfe Kurve“, ertönt es vor der Obernheider Straße immer wieder, damit keines der Kinder einen Unfall baut.

Rund 600 Zuschauer feuern die Power-Kids an. „Super, Laura“, ruft eine Mutter vom Rand. Die Geschwister der Achtjährigen halten lila Luftballons in den Händen und stampfen kräftig mit den Füßen, als sie vorbeifährt. Ein Auge zusammengekniffen und mit dem Oberkörper über den Lenker gebeugt, fährt Laura auf die Ziellinie zu. „Du hast es geschafft“, jubelt die Familie. Schnell parkt die Schülerin ihr Fahrrad auf dem Wechselplatz, wirft ihren Helm beiseite und bereitet sich auf die dritte Disziplin vor: Laufen.

„Ich habe heute meine beiden Töchter begleitet“, sagt Marion Weber aus Huchting. „Es ist super organisiert und ich bin froh, dass es hier so eine Möglichkeit gibt, sich einmal richtig auszupowern.“ Im nächsten Jahr will die 38-Jährige ihre Kinder erneut zum Mitmachen ermutigen.

Am Sonntag sind die Erwachsenen dran

Obwohl es zum Start ein kleines Gewitter gab, ließen sich die Teilnehmer vom Wetter nicht beeindrucken. „Und dann wurde es plötzlich wieder richtig heiß. Das war ganz schön aufregend“, sagt Nico (10) aus Bürstel. Gemeinsam mit seiner Schwester Lena (6) war er überwältigt von seinem ersten Triathlon. „Schwimmen war das Beste“, sagt er.

Am Sonntag starteten noch einmal 1000 erwachsene Athleten. Den Auftakt machten die Starts über die olympischen Distanzen (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen) für die Regionalliga und Landesliga sowie die Einzelstarter und Staffeln. Die Einzelstarter beim Sprint- und Volkstriathlon (500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) legten um 13.30 Uhr los, die Staffeln folgten am Nachmittag.

Zuschauer und Teilnehmer waren begeistert. „Es macht einfach Spaß hierher zu kommen“, sagt Felix Neuer aus Moordeich. Er war bereits zum siebten Mal dabei.

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