Verfahren gegen Geldauflage eingestellt

Vorwurf: Frau aus Stuhr mit Nylonseil gewürgt

Stuhr - Von Dieter Niederheide. Folgt man der Anklage der Staatsanwaltschaft, dann war für eine Frau aus Stuhr die Begegnung mit dem Ex-Bekannten in ihrer Wohnung in Stuhr lebensbedrohlich. Zur Last gelegt wurde dem Bremer gefährliche Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Nötigung in Form einer Bedrohung.

Laut der Staatsanwaltschaft war es an einem Abend im September vorigen Jahres in der Wohnung der Frau in Stuhr dramatisch zugegangen. Der Mann soll sich gegen ihren Willlen Einlass in die Wohnung verschafft haben. Im Gerichtssaal gab er an, dass er „etwas regeln“ wollte.

Der Oberstaatsanwalt warf ihm vor, der Frau eine Nylonschnur um den Hals gelegt und gedroht zu haben, sie und die Kinder umzubringen. Weil das Opfer, das mit einer Rechtsanwältin zur Seite als Nebenklägerin auftrat, geschrien habe, soll er gedroht haben, ihr mit Klebeband den Mund zuzukleben.

Der Angeklagte nannte die Situation in der Wohnung an dem Abend „stressig“. Es sei eskaliert. Gewürgt habe er die Frau aber nicht. „Ich wollte sie auf Distanz halten“, schilderte er die Situation und sagte aus, dass sie ihn provoziert habe und auf ihn losgegangen sei. Er räumte ein: „Sie bat mich, zu gehen.“

Eine Polizeibeamtin, die vor Ort gewesen war, gab an, dass der Angeklagte bei Ankunft der Streife nicht mehr in der Wohnung war. Die Geschädigte habe angegeben, dass er ihr eine Nylonschnur um den Hals gelegt habe, damit sie nicht mehr schreit.

Geschädigte nachweisbar verletzt

Die Geschädigte erlitt nachweisbar Verletzungen. Nach diversen Gesprächen zwischen den Prozessbeteiligten wurde der Stuhrerin am Ende der Auftritt als Zeugin im Gerichtssaal erspart. Die Prozessbeteiligten einigten sich auf eine Verfahrenseinstellung, verbunden mit einer Geldauflage in Höhe von 1.200 Euro für den Angeklagten. Er muss zudem seine Prozesskosten und die der Geschädigten bezahlen. Dafür bleibt er straffrei.

Rubriklistenbild: © dpa-tmn

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