Donnerstag um 18.30 Uhr

Vortrag zur Patientenverfügung: Aspekte zum Wohlfühlen

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Sabrina Zühlsdorf informiert über das Thema Patientenverfügung.

Brinkum - Die Würde des Menschen ist unantastbar – so lautet Artikel eins des Grundgesetzes. „Das beinhaltet das Recht eines jeden, sein Leben individuell zu gestalten und eigene Entscheidungen zu treffen. Was geschieht jedoch, wenn man dazu einmal nicht mehr in der Lage ist?“, fragt Daniela Gräf, Leiterin des Mehrgenerationenhauses. Mit diesem Thema befasst sich ein Vortrag mit dem Titel „Die Patientenverfügung – aus pflegerischer Sicht“, der am Donnerstag um 18.30 Uhr im MGH an der Bremer Straße 9 beginnt. Die Referentin, Sabrina Zühlsdorf aus Weyhe, arbeitet als Pflegedienstleiterin in einer Einrichtung für außerklinische Intensivpflege.

Für viele, meist jüngere Menschen koste es Überwindung, sich mit existenziellen Fragen wie Krankheit und Sterben auseinanderzusetzen. Um in einer solchen Lage sein Selbstbestimmungsrecht zu wahren und Einfluss auf die eigene Behandlung zu nehmen, gibt es die Patientenverfügung. Vereinfacht gesagt ist sie eine schriftliche Erklärung, in der ein mündiger Mensch festlegt, wie er oder sie im Falle einer schweren Krankheit medizinisch und pflegerisch behandelt werden möchte.

„Dabei sollte es nicht allein um ärztliche Eingriffe oder die Verweigerung lebensverlängernder Maßnahmen gehen“, sagt Zühlsdorf. „Wichtig sind auch die vielen kleinen Aspekte, die dem allgemeinen Wohlbefinden zuträglich sind: Auf welcher Seite liege ich am liebsten? Was sind meine Lieblingsspeisen und was mag ich gar nicht? Welche Musik gefällt mir oder würde ich mich freuen, wenn man mir vorliest? Und wer aus meinem persönlichen Umfeld sollte für die Umsetzung der Patientenverfügung herangezogen werden?“ Auch persönliche Wertvorstellungen könnten in eine Patientenverfügung einfließen. Was ist meine Einstellung zum Leben und Sterben? Bin ich religiös oder nicht? Solche Dinge dienten als wichtige Ergänzung und Auslegungshilfe für Angehörige und Pflegekräfte.

Zühlsdorf berichtet vom täglichen Umgang mit Willensbekundungen und erklärt, wie man Patientenverfügungen individueller formulieren kann. Dabei spricht sie auch diejenigen an, die bereits eine Patientenverfügung erstellt haben. Diese können bei Bedarf zur Durchsicht mitgebracht werden. Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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