Vorstand stellt Konzept vor

Die Volksbank strukturiert ab Juni um

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Die Vorstandsmitglieder Ulrich Greschuna (l.) und Carl-Ludwig Behrens mit dem Referenten Stefan Brink (r.).

Stuhr - Die Volksbank Syke will sich ab 1. Juni in der Mitglieder- und Kundenbetreuung neu aufstellen. Das erklärte Bankvorstand Ulrich Greschuna am Dienstagabend bei der Ortsversammlung im Restaurant Nobel. Beständigkeit und Nähe zum Kunden bedeuteten nicht, Wandel und Fortschritt aus den Augen zu verlieren, sagte er. Die zunehmende Digitalisierung habe Kundengewohnheiten beeinflusst und ihr Verhalten verändert. Der Bankschalter sei nicht mehr der zentrale Treffpunkt. Immer häufiger suchten die Kunden telefonischen Kontakt, darüber hinaus werde das digitale Angebot kontinuierlich ausgebaut. Den Zuhörern stellte er anschließend das neue Konzept mit Kompetenzzentren, Beratungsstellen und Selbstbedienungsstandorten vor. „Es bedeutet nicht das Ende der Betreuung in den Filialen, der Service bleibt auch im neuen Betreuungskonzept erhalten“, versprach Greschuna.

Aufmerksam verfolgten die Besucher anschließend die Daten zur Geschäftsentwicklung. Trotz der anhaltenden schwierigen Zinssituation sei die Volksbank mit dem Ergebnis 2015 zufrieden. Die Anzahl der Mitglieder sei auf 17139 gestiegen, die Bilanzsumme von 737 Millionen Euro um 52 Millionen Euro gewachsen. Neben einem Bilanzgewinn in Höhe von 800000 Euro, der eine Dividendenzahlung von vier Prozent zulasse, wenn die Vertreterversammlung dem Vorstands-Vorschlag zustimme, konnte die Eigenkapitalbasis weiter gestärkt werden.

Die Bank vergab Kredite in Höhe von 435 Millionen Euro. Diese Summe liegt um 39 Millionen Euro über der Vorjahreszahl. Ein Drittel der Darlehen nahmen Privatkunden in Anspruch. Von 488 im Jahr 2014 auf 514 Millionen Euro im vergangenen Jahr sind auch die Kundeneinlagen gestiegen. „Sie vertrauen uns ihr Geld an, obgleich es dafür keine Zinsen gibt“, staunte Greschuna, der die Zinsentwicklung als „Irrsinn“ bezeichnete.

Das Kundenwertpapiergeschäft und die traditionellen Vermittlungsgeschäfte mit Bausparkasse und Versicherungen hätten sich bis auf die klassische Kapital-Lebensversicherung „gut behauptet“.

„Was tun in Zeiten des Niedrigzins?“ – diese Frage versuchte der Vertriebsdirektor des Union Investment Privatfonds, Stefan Brink, zu beantworten. Zunächst stellte er Sachanlagen, Immobilien und Aktien als Alternativen zum Sparbuch vor, wobei die Sicherheit bei der Geldanlage in Deutschland noch immer das höchste Gut darstelle. Allerdings werde durch das Sparen keine auskömmliche Rendite mehr erwirtschaftet. Im Gegenteil: Seit 2009 werde durch die niedrigen Zinsen reales Vermögen abgebaut. Sparern empfahl er, das Vermögen strukturiert anzulegen. Er bezeichnete eine Mischung aus Festgeld, Sparguthaben, Aktien und Immobilien als die gegenwärtig ertragreichste Anlageform. Ein Anstieg der Zinsen sei auf absehbare Zeit nicht zu erwarten.

Anschließend interpretierte Hagen Meyer zum Vergnügen der Besucher Couplés, Chansons, Schlager und Salonmusik der 1920er- und 1930er-Jahre.

bt

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