Vorsitzender Maximilian Wagner präsentiert winterlichen Sport auf sommerlicher Anlage

TV Stuhr plant Stockschießen-Wettbewerb

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Eisstockschießen im Sommer? Dass das klappt, beweisen diese Akteure auf dieser Sportanlage.

Stuhr - Von Angelika Kratz. Süddeutsches Eisstockschießen im norddeutschen Sommer stand am vergangenen Sonnabend erstmalig auf dem Programm des TV Stuhr. Eher verhalten hat der Auftakt einer lockeren und geselligen Disziplin am Sonnabendnachmittag begonnen.

Vereinsvorsitzender Maximilian Wagner musste viele Fragen seiner Gäste beantworten. Die Neulinge wollten mit Blick auf den Stock wissen, wie er angefasst werden sollte. Doch nach wenigen Versuchen hatten sie den Bogen raus.

Das Vergnügen stand vorne an, und entsprechend locker ging es mit deftigen Kommentaren immer weiter einen Schritt auf der weißen Bahn voran.

Die Kandidaten im fortgeschrittenen Alter waren fast alle schon einmal mit Maximilian Wagner in Bayern zwischen Oberammergau oder Garmisch Partenkirchen unterwegs gewesen und wussten, wie ein richtiges Eisstockschießen bei Minustemperaturen und wärmenden Glühwein abläuft. Deshalb wurden die drei Kunststoffbahnen auf dem Sportgelände an der Pillauer Straße kritisch betrachtet. „Das kann doch nicht wie auf dem Eis funktionieren“. Dennoch gab es einen um den anderen weiteren Probewurf, und das anfängliche Pendeln oder der Hilferuf „zu schwer“ verschwanden nach wenigen Minuten auch bei den zunehmend ambitionierten Damen.

„Max, mach‘ keinen Scheiß‘, das ist hier doch kein Kugelstoßen“, musste auch der Vorsitzende derbe Kommentare einstecken. Ganz schnell hatten sich aber zwei Mannschaften zusammen gefunden. „Die Tanzabteilung und die Turner“, die voller Elan die Aufgabe im Auge behielten. Hannelore aus der zweiten Mannschaft mit Horst, Jörg und Max zeigte immer mehr Zielgenauigkeit. „Mein Gott, sie hat es“, ging ein Jubelschrei los, wobei alle Spieler sich freuten. Auch der anfangs so zögerliche Jörg entwickelte seine Fähigkeiten weiter. Und so rief ihn die Gruppe zwischenzeitlich zum neuen Star aus.

Peter in der ersten Mannschaft mit Ingrid, Werner und Uta schaffte es, punktgenau seinen Eisstock neben die sogenannte Taube zu platzieren oder seine Gegner von der weißen Plane zu schießen.

Die größer werdende Gruppe der Zaungäste hatte ihren Spaß an der Aktion. Vielleicht kommt ja noch einmal jemand beim TV Stuhr vorbei, hofft Maximilian Wagner. Die Bahn des TV Stuhr ist 30 Meter lang. Die Grenzen zur Taube werden ganz locker für die Teilnehmer angepasst.

Am 18. Juli soll es das erste Turnier geben. Dann feiert die Tanzsportabteilung ihren 35-jährigen Geburtstag, und das Mannschafts-Eisstockschießen wird sich um den Hechler&Twachtmann-Immobilien-Wanderpreis bewegen.

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