Gemeindekulturfest zum ersten Mal an einem Sonntagnachmittag

Mit voller Gutsscheune geht innigster Wunsch in Erfüllung

Zum Auftakt des Gemeindekulturfests steht der SMS-Chor unter Leitung von Tanja Scherbaum auf der Bühne. - Foto: Husmann

Varrel - Von Angelika Kratz. Während draußen der Himmel seine Pforten öffnete, verbreitete sich vor der blumengeschmückten Bühne der Varreler Gutsscheune gute Frühlingslaune.

Erstmals hatte der Gemeindekulturring zu seinem Fest für Sonntagnachmittag eingeladen. Es war der Wunsch der älteren Besuchergeneration, bei der 39. Veranstaltung so zu verfahren.

Erst wollen alle im Hellen nach Hause, dann überziehen sie bis in die Abendstunden

„Im Hellen nach Hause kommen“, begründete Artur True, Vorsitzender des Gemeindekulturrings, die abgespeckte Version von bislang zwei Tagen auf nur einen Nachmittag. Dass der sich bis in die dunklen Abendstunden hinzog, konnte keiner aus dem ehrenamtlichen Veranstaltungsteam ahnen.

Bereits kurz nach dem Mittagessen und damit vor dem eigentlichen Programm starteten die Musikfreunde der Gemeinschaft Stuhr, die auch für das Catering verantwortlich waren, mit dem musikalischen Block zur Kaffeetafel. Unterstützt wurden sie von den Klosterbläsern Heiligenrode. An den sehr früh belegten Tischen schmeckten bereits am frühen Nachmittag Sekt, Kaffee und Tee sowie der leckere Kuchen. Die Besucher kamen mit Freunden und Bekannten ins Gespräch.

Nicht leicht hatte es Artur True, sich zum offiziellen Anläuten der Veranstaltung Gehör zu verschaffen, so viel hatte man sich offensichtlich zu erzählen. Doch schließlich gelang es ihm, seine Grußworte in der „vollen Bude“ auszurichten. Ein wenig mulmig sei es den Veranstaltern des Festes schon gewesen, das jährliche musikalische Spektakel „nach unten zu schrauben“. Doch die prächtig besetzte Gutsscheune war ihm eine „Augenweide“, sein innigster Wunsch war damit in Erfüllung gegangen.

Neue Schirmherrin Sigrid Rother erhält beste Kulisse

Mit Sigrid Rother gab es zum neuen Gemeindekulturfest auch eine neue stellvertretende Bürgermeisterin und Schirmherrin. Die hätte sich für ihre erste Amtshandlung sicher keine bessere Kulisse vorstellen können.

Das oft knisternde Mikrofon hielt wie in vielen Jahren zuvor Margrit Unger als Moderatorin in den Händen. Als roten Faden hatte die Fachfrau diesmal Auszüge aus Aufsätzen von zweiten und dritten Schulklassen mitgebracht. Darin kam der Blick der Kinder auf die Welt zum Ausdruck. „Im Frühjahr legen die Hühner Eier und die Bauern Kartoffeln“, hieß es zum Auftakt, den der Chor „SMS“ unter Leitung von Tanja Scherbaum mit einem „Halleluja“ bestritt.

Der Gospelchor der beiden evangelischen Kirchengemeinden Stuhr und Varrel (Leiter Max Börner) folgte mit Auszügen aus der jüngst aufgeführten Gospelmesse, und die Heimatbühne lockte „op platt“ in eine Rechtsanwaltskanzlei.

Gelungene Veranstaltung mit unterschiedlichsten Musikangeboten

Nach diesem amüsanten Zwischenstück erklangen Töne ganz junger Hoffnungsträger. Erstmals präsentierte Iris Rose ihren Posaunennachwuchs mit 18 Blechbläserinnen und -bläsern zwischen sieben und elf Jahren. Der Respekt des Publikums war ihnen gewiss.

Die Concert-Chorgemeinschaft mit ihrem Leiter Max Börner und der Kirchenchor Seckenhausen unter der Regie von Heike Wagner beschlossen den ersten Teil der Veranstaltung. In der Pause zeigten die Blockener Blasmusikanten (Leitung Arnold Corßen-Katenkamp), wie zünftig es demnächst in den Biergärten abgehen wird.

Im zweiten Teil traten der Männerchor Harmonie mit Chefin Daniela Redescu und der Kirchenchor Varrel mit Leiter Max Börner auf. Mit ihren abschließenden Darbietungen setzten der Allegro-Chor (Leitung Karin Gastell) und der Shanty-Chor Brinkum (Leitung Horst Harry Bäume) noch einmal besondere gesangliche Ausrufezeichen.

Nach dem obligatorischen Schlusslied „Nehmt Abschied Freunde“ gingen in der Gutsscheune nach einer gelungenen Veranstaltung die Lichter aus.

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