Ausstellung „Querbeet“ der Kunstschule Stuhr 

Vielfältige Kunst und musikalisches Gewitter

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Die Protagonisten der Ausstellung: (v.l.) Monika Boeck, Leiterin Anne Roecken-Strohbach, Irmtraut Fliege, Rodi Khalil, Sonja Krüder, Udo Arndt, Conny Seidel, Hossein Razagi, Thomas Schlosser (dahinter) sowie (neben ihm links dahinter) Hans Jasper. 

Stuhr - Von Angelika Kratz. Üblicherweise präsentiert die Kunstschule Stuhr („Kuss“) der Öffentlichkeit die Arbeitsergebnisse von Kindern und Jugendlichen. Wie kreativ die Dozenten und Mitglieder des Vereins sein können, davon können sich momentan die Besucher auf der oberen Etage des Stuhrer Rathauses überzeugen. Insgesamt 40 Werke von 23 Profis und profihaften Laien schmücken dort die Wände und sind mehr als einen schnellen Blick wert.

„Querbeet“ nennt sich die Werkschau, die in dieser Form erst zum zweiten Mal über die Bühne geht. Ihre Premiere liegt bereits elf Jahre zurück, und so war es höchste Zeit, an eine Fortsetzung zu denken.

Stuhrs stellvertretende Bürgermeisterin Sigrid Rother ist zwar zweite Vorsitzende der „Kuss“, aber das Malen überlässt sie lieber ihrem eigenen Nachwuchs. Ihre Grußworte zur sehr gut besuchten Vernissage richteten sich besonders an Schulleiterin Anne Roecken-Strohbach und den Vereinsvorsitzenden Thomas Schlosser.

Techniken von der Malerei und der Fotografie über den Linoldruck, Mosaike und Papierarbeiten bis hin zur Bildhauerei machen den besonderen Reiz der Ausstellung aus. Dozentin Tanja Scherbaum begleitete die Veranstaltung musikalisch. „Mal probieren?“, fragte die Sängerin das Publikum und drückte einer Freiwilligen ein buntes Kinderglockenspiel in die Hand.

Der Vorsitzende Thomas Schlosser wollte nach eigenem Bekunden keine Laudatio halten. Vielmehr sollten die Gäste den Abend gestalten, unter anderem mit Fragen an die Künstler. Die Gelegenheit wurde vielfach genutzt, denn es hatte sich längst eine ansteckende Atmosphäre voller Leichtigkeit verbreitet.

Wahre Fleißarbeit

Häufig erzählten die Titel bereits viel über das, was an den Wänden hing oder auf den Podesten stand. Bei „Mach doch“ etwa lag verlockend die Streichholzschachtel neben Katja Martins Installation eines offensichtlich mit Sprengstoff versehenen Kopfes bereit. Sie leistete wahre Fleißarbeit mit ihrer aus unzähligen Gesichtern bestehenden Collage eines „Vielfalters“.

Hella Teichert-Müller überraschte mit ihrer blauen und roten Drucktechnik, und Im Fahrenhorster Wald entdeckte Ulrich Breitsprecher verblüffend quadratische Formen aus Holz und hielt sie mit seinen Fotografien für die Nachwelt fest. Auch Vorsitzender Thomas Schlosser brachte sich mit eher kleinformatigen Werken in hellen Gelbtönen auf dunklem Untergrund mit ein.

Musikalisch testete Tanja Scherbaum die Statik des Rathauses, es regnete und donnerte in einer Tour.

Die Vernissage zu „Querbeet“ wurde zu einer eigenen Installation voller ansteckender Lebensfreude. „Die bunte Kuh“ als Mosaik von Heidemarie Siedekum lachte wohl innerlich, als sich ganz leise das Gewitter verzog, der Boden im Rathaus keine Löcher aufwies und alle Kunstwerke noch an ihren Plätzen waren. Zu sehen sind die Werke noch zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses bis zum 13. April.

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