Viele Besucher beim Moordeicher Bauernmarkt / 80 Anbieter locken Kundschaft

Glühende Eisen, heiße Puffer und dampfende Kessel

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Zahlreiche Besucher nehmen beim Bauernmarkt in Moordeich auch die Arbeit des Schmieds in Augenschein.

Moordeich - Von Angelika Kratz. Kränze in leuchtenden Herbstfarben, ein „Wunderrasenmäher“ oder dampfendes Brot aus dem Holzofen: Der Moordeicher Bauernmarkt lockte gestern zahlreiche Besucher auf das Gelände bei der Gaststätte Nobel.

Zum nunmehr 18. Mal läuteten die Organisatoren den Herbst ein. Rund 80 Anbieter gruppierten sich rund um das Gasthaus. Sie waren der Einladung des Landwirtschaftlichen Vereins Stuhr gefolgt, der den Markt auf die Beine gestellt hatte.

Auch das Wetter spielte mit, und so spazierten die Besucher trockenen Fußes zwischen den Ständen umher. So ein Rundgang nahm etwas Zeit in Anspruch, insbesondere um die Mittagszeit waren viele Besucher vorbeigekommen. „Kieken, kopen, klönen“ war schließlich das Motto des Tages und davon machten die Gäste auch reichlich Gebrauch.

Rund um die alten, und besonders um die neuen technischen Wunderwerke bildeten sich immer wieder Besucher-Staus. Ein Holzspalter, der gleich sieben Scheite eines mächtigen Stammes ausspuckte oder ein „Wunderrasenmäher“ ließen zahlreiche Männeraugen leuchten.

Die Damen begeisterten sich unter anderem für die Stände mit kunstvoll gebundenen Kränzen und herbstlichen Gestecken. „So etwas habe ich früher auch mal gemacht“, sagte eine Besucherin beim Anblick der Korbflechterei von Hermann Schulenberg. Er verarbeitete dicke Weiden unterschiedlichster Farben. Nebenan zeigte ein Schmied sein Können. Die rhythmischen Schläge auf das glühende Eisen begleitete Tischlermeister Heinz-Hermann Peters mit seinem Freund an Waschbrett und Akkordeon.

Bauernmarkt bei Nobel in Moordeich

Angesichts der kommenden kühlen Tage hatten die Anbieter beispielsweise selbst gestrickte bunte Socken in petto. Wer indes seine Wohnung aufhübschen wollte, wurde vielleicht bei Mechthild Kröger und ihrem Mann Manfred fündig: Sie hatten handgefertigte Grasköpfe dabei.

Geduld war an den Ständen mit Essbarem gefordert. Die Schlange bei den Reibekuchen vom Landwirtschaftlichen Verein erreichte eine enorme Länge, doch auch Bratwurst, Steak vom Grill oder Erbsensuppe waren begehrt. Frisch geräucherte Forellen, verschiedene Brotsorten, Kuchen, Klaben und die ersten Weihnachtsplätzchen luden zum Naschen ein. Auch Ahle Wurscht aus Nordhessen, Bioeier aus Stuhr und Pilzsorten wie Rosenseitling oder Buchenpilz lockten die Kundschaft an die Stände. Zudem nahmen sich die Marktbeschicker häufig reichlich Zeit, um die Kunden zu beraten. Stimmungsvolle Musik steuerten die Blockener Blasmusikanten bei. „So voll wie heute habe ich den Markt schon lange nicht mehr gesehen“, blickte Musiker Renald Böning von seiner Lkw-Bühne auf die Menschenmenge.

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