Erster Auftritt vor Eltern

Kids mit Pfiff: Kinderkirchenchor Heiligenrode sucht neue Leitung

Eine Mischung aus Singen, Tanzen und Lachen: die Kids mit Pfiff beim ersten Sommersingen vor der Heiligenroder Klosterkirche.
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Eine Mischung aus Singen, Tanzen und Lachen: die Kids mit Pfiff beim ersten Sommersingen vor der Heiligenroder Klosterkirche.

Der Kinderchor der Kirchengemeinde Heiligenrode ist derzeit ohne Leitung. Pastorin Tabea Rösler füllt diese Aufgabe übergangsweise. Sie erklärt, worauf es ankommt, wenn man die Kids mit Pfiff leiten will.

Heiligenrode – Was muss jemand mitbringen, der erfolgreich einen Kinderkirchenchor leiten will? Pastorin Tabea Rösler kennt die Antwort: „Das wichtigste ist die Freude am Umgang mit Kindern. Der Rest kommt dann fast von allein.“ Sie leitet derzeit den Heiligenroder Kinderchor Kids mit Pfiff – übergangsweise. Die frühere Leiterin Kirsten Artal fällt aus gesundheitlichen Gründen aus. Deswegen sucht die Kirchengemeinde Heiligenrode nach einer neuen, dauerhaften Lösung.

Entgegen der naheliegenden Vermutung gehört das musikalische Können nicht zu den wichtigsten Kernkompetenzen der Chorleitung. Ein gewisses Rhythmusgefgühl und und Taktverständnis sei sicherlich hilfreich, meint Tabea Rösler. „Ich bin ausgebildete C-Kirchenmusikerin“, erklärt sie. „Und ein Instrument spielen zu können, ist auch eine Unterstützung, aber das ist kein Schulchor“, meint die kommissarische Chorleiterin. Eine musikalische Ausbildung sei keine Voraussetzung für den Posten. Viel wichtiger sei die menschlich-emotionale Komponente: „Wer zu Kindern keinen Draht hat, ist hier fehl am Platz.“

Und wie erlangt man als neue Chorleitung die Gunst der Kinder? „Die Kinder tanzen unheimlich gerne“, verrät Rösler. Jemand, der sich gern bewegt, bewegt also auch gleichzeitig in den Kindern etwas. Gesang sei nur ein Teilaspekt des Chores. „Viel geht eben auch über die Bewegung.“

Neue Chorleitung braucht Organisations- und Kommunikationstalent

Neben der Lust an der Arbeit mit Kindern, müsse die neue Chorleiterin ein gewisses Organisations- und Kommunikationstalent mitbringen. „Kontakte mit den Eltern und Angehörigen der Chorkinder zu halten, ist sehr wichtig“, versichert Rösler. Andernfalls passiere es schnell, dass Informationen untergehen. Ein schneller Draht beuge Chaos vor: „Telefonate mit den Eltern führen, bringt schon viel.“ Wer von sich denkt, in dieses Profil zu passen, soll sich nicht scheuen, Tabea Rösler zu kontaktieren. „Interessenten dürfen sich gerne bei mir melden – per Mail oder Telefon. Wir gehen mit aller Offenheit an die Sache ran.“

Während hinter den Kulissen die Suche nach einer neuen Chorleitung läuft, lieferten die Kinder beim ersten Sommerkonzert der Kids mit Pfiff vor den Augen ihrer Eltern ab: „Wir haben gesungen, getanzt, gelacht und mit den Trommeln und bunten Tüchern Schwung in die Musik gebracht“, erzählt die Pastorin. Songs wie „Körperteile-Blues“ oder „Heut‘ ist so ein schöner Tag“ standen auf dem Programm, außerdem christliche Kinder- und Jugendlieder wie „Gott hält die Welt in seiner Hand“ und „Einfach spitze, dass du da bist“. Die jungen Musikerinnen und Musiker präsentierten ihr Programm mit Elan, so Rösler. Auch die Gäste – wegen der Corona-Pandemie durften nur Familienangehörige zuschauen – klatschten und sangen mit.

Als Dankeschön erhielten alle Kids mit Pfiff eine persönliche Urkunde – individuell gestaltet für Kindergarten- und Grundschulkinder. Auf der Urkunde der jüngeren Teilnehmer ist Dackel Fritz, das Chor-Maskottchen, abgebildet. Das Pendant für die Grundschulkinder ziert die Chor-Biene Freddy.

Noch Platz für neue Sängerinnen und Sänger bei den Kids mit Pfiff

Derzeit gehören zwölf Kinder dem Heiligenroder Chor an. Da geht noch mehr, findet Tabea Rösler. Gerade bei den Grundschulkindern. „Da haben wir im Moment vier Kinder“, so die Theologin. Bei den Kids mit Pfiff sind also noch Plätze frei. Zu Hochzeiten waren bis zu 25 Kinder im Chor aktiv. Auch durch Corona sei die Zahl zurückgegangen. „Zehn Kinder pro Gruppe sind solide“, meint Rösler, „aber 15 Kinder pro Gruppe kann auch gehen. Wir finden für alle einen Platz“, verspricht sie.

Wer mitmachen will, soll sich bei Tabea Rösler melden. „Einfach anrufen“, sagt sie. Chorprobe ist immer dienstags. Die Schulkinder legen um 15.45 Uhr los. Die Kindergartenkinder ziehen um 16.30 Uhr nach. „Wir starten nach den Sommerferien am 7. September“, sagt die Pastorin – und dann vielleicht schon mit einer neuen Chorleitung.

Kontakt

Tabea.Rösler@evlka.de

Telefon: 04206 / 348

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