„Kurioser Widerspruch“

Sackgassen-Schilder führen zu Verwirrung auf Stuhrer Straßen

Dieser Verkehrsteilnehmer entscheidet sich in der Rheinalle für wenden, hätte aber durchfahren können. Foto: Hapke
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Dieser Verkehrsteilnehmer entscheidet sich in der Rheinalle für wenden, hätte aber durchfahren können.

Stuhr - Die Sanierung der Stuhrer Landstraße soll in dieser Woche abgeschlossen werden. Das ist eine gute Nachricht, denn für Anwohner und Anlieger stellt die L337 eine wichtige Verbindung zwischen Moordeich/Varrel und Alt-Stuhr/Brinkum dar. Viele Autofahrer hatten sich mit der Baustelle arrangiert, wie Leser Hartmut Krech mitteilt: Sieben Wochen sei der Anliegerverkehr dort „einigermaßen problemfrei“ geflossen.

Doch nun habe die Gemeinde Stuhr die Firma Bremer Verkehrstechnik beauftragt, Sackgassenschilder an den Zufahrtswegen zur Stuhrer Landstraße aufzustellen. Dies führe zu einem „kuriosen Widerspruch“, wie Krech unter anderem am Beispiel des Viertels Moselallee/Rheinallee/Mainstraße aufzeigt: Dort stünden nun sowohl Sackgassenschilder als auch Schilder mit der Aufschrift „Anlieger frei“.

„Insbesondere ortsfremde Autofahrer sind irritiert und wenden ihr Fahrzeug“, sagt Krech – obwohl die Zufahrtswege nach wie vor befahrbar seien. Zudem müssten Arbeiter nicht mehr vor dem fließenden Verkehr geschützt werden, da nur noch Restarbeiten zu erledigen seien.

Was denn jetzt? Sackgasse oder Anlieger frei, wie das hintere Schild suggeriert? Wenden oder durchfahren?

Jürgen Brinkmann vom Fachdienst Verkehr und Feuerwehr bestätigte auf Nachfrage die Anordnung der Schilder, verwies aber zur Begründung auf die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Dort war von der für den Baubereich zuständigen Mona-Lisa Guzek zu erfahren, dass die Sackgassenschilder in der vergangenen Woche wegen Arbeiten an den Übergängen der Stuhrer Landstraße zu den Gemeindestraßen aufgestellt worden seien. „Die Autofahrer sollten da nicht ‘reinfahren“, erklärte Guzek. Dass die Schilder auch gestern noch nicht weggeräumt waren, könne mit dem Einbau neuer Kanaldeckel auf der Stuhrer Landstraße und der damit verbundenen Angleichung der Fahrbahn zusammenhängen.

Schilder mit widersprüchlichen Aussagen

Was bleibt, ist die Verwirrung der Autofahrer durch Schilder mit widersprüchlichen Aussagen. Dies will die Behörde laut Guzek künftig vermeiden: „Wir sagen der Firma Bescheid, dass sie das jeweils nicht benötigte Schild wegräumt oder zumindest wegdreht.“

Dies wäre nicht nur für die Anwohner wichtig, findet Krech: „Betroffen sind vor allem die Geschäfte an der Stuhrer Landstraße, die wegen der Vollsperrung auf zwei Kilometern Länge bereits mit einem deutlichen Rückgang ihrer Kunden kämpfen müssen.“

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