Konzept Spielplatzpaten ist zehn Jahre alt

Vermittler und Pfleger

Die Spielplatzpaten bei einem Treffen im vergangenen Jahr. - Archivfoto: Ehlers

Stuhr - Von Andreas Hapke. Dagmar Bischof ist Spielplatzpatin. Gemeinsam mit Arno Büchel schaut sie regelmäßig auf dem Spielplatz an der August-Macke-Straße in Moordeich, dem größten in der Gemeinde, nach dem Rechten. Seit zehn Jahren gibt es dieses Konzept, das im Arbeitskreis Prävention entstanden ist und auf ehrenamtlicher Basis funktioniert.

„Wir machen den Nachwuchs zum Beispiel darauf aufmerksam, dass er die Räder am Fahrradständer abstellen möge“, erzählt Dagmar Bischof. „So kommen wir mit den Jugendlichen ins Gespräch.“ Im Idealfall spiele der eine oder andere sogar mal eine Partie Boule mit.

Die Paten verstehen sich als Ansprechpartner von Kindern und Eltern, aber auch von den Nachbarn für den Fall, dass diese sich durch die Nutzer gestört fühlen. Dann nehmen Bischof & Co. eine vermittelnde Rolle ein. „Das Nachbarschaftsgefühl rund um den Spielplatz wird gestärkt“, sagt Hans Schüler vom Team Jugendarbeit. Gegenbenenfalls organisiere der Pate auch mal ein kleines Fest.

Das Projekt zielt darauf ab, bei den Bürgern eine Identifikation mit den öffentlichen Spielplätzen zu erreichen. Laut Konzept geht es auch um die Sauberkeit der Anlagen und darum, Defekte an den Spielgeräten so schnell wie möglich der Gemeinde zu melden, damit umgehend eine Reparatur erfolgen kann. Deshalb sollten die Kontrollbesuche regelmäßig über die Bühne gehen.

Die Paten können sich auch selbst betätigen, indem sie Verunreinigungen beseitigen, die Grünanlagen in Absprache mit dem Bauhof pflegen, Renovierungsarbeiten unterstützen oder kleinere Instandsetzungen selbst vornehmen. Dazu zählt das Streichen von Sitzgelegenheiten oder Zäunen.

Nach Auskunft Schülers gibt es insgesamt 14 Paten für 62 Spielplätze. Es ist also noch Luft nach oben – auch wenn Bischof auf mehrere Anlagen ein Auge wirft, „wenn ich mit dem Rad unterwegs bin. Es kann ja immer etwas defekt sein.“

Wer sich für das Ehrenamt interessiert, kann am Montag, 27. Juni, um 18 Uhr zum nächsten Treffen an der Disc-Golf-Anlage an der Bassumer Straße kommen. Nach einer Einführung durch den Disc-Golf-Experten Christoph Acktun begeben sich die Teilnehmer in das „Haus am Wall“, wo die eigentliche Sitzung anberaumt ist. Da auch Suppe gereicht wird, bittet Schüler um Anmeldung unter Ruf 0421/56 95 231.

Voraussetzung für eine Patenschaft: „Der Ehrenamtliche darf sich nicht als Sheriff aufspielen“, sagt Schüler. „Wir brauchen Leute, die mit Kindern und Nachbarn sprechen.“ Besonders bei Ärger mit Jugendlichen, wenn diese den Spielplatz als abendlichen Treffpunkt nutzen, Lärm machen und Müll verursachen, sei der Dialog gefragt. Doch über solche Vorfälle, sagt Schüler, sei ihm zurzeit nichts bekannt.

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