Diabetologin geht

Erfahrene Ärztin verstärkt Hausarzt-Praxis von Piet Lueßen in Heiligenrode

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Viel internistische Erfahrung bringt die neue Hausärztin Basak Bizer in die Praxis von Piet Lueßen mit.

Mit Basak Bizer nimmt ab 2020 eine neue Ärztin ihren Dienst in Heiligenrode auf – und noch dazu eine sehr erfahrene.

Update, 4. Dezember: Wie die Diabetologin Nina Hartmann am Mittwoch mitteilt, wird ihre neue Schwerpunktpraxis am Löwenzahnweg 2 in Neukrug ab Montag, 13. Januar, um 8 Uhr wieder regulär öffnen. Eine große Einweihungsfeier im Stil einer Hausmesse soll Ende März, Anfang April folgen. 

Zum Jahreswechsel verabschiedet sich die Ärztin aus der hausärztlichen Gemeinschaftspraxis mit Piet Lueßen in Heiligenrode. Ab dem 2. Januar steht die Einrichtung der neuen Praxis in Neukrug an. Die Telefonanlage soll dann unter der neuen Rufnummer 04206/305030 bereits eingeschaltet werden. Patienten können also direkt zum Jahresbeginn schon neue Termine machen oder wichtige Daten durchgeben, bevor der Regelbetrieb kurz darauf wieder aufgenommen wird. „Es ist dann aber sicherlich noch nicht alles fertig“, so Hartmann.

Originaltext, 3. Dezember: Heiligenrode - Die gelernte Internistin und Gastroenterologin hat in den vergangenen Jahren in verschiedenen Krankenhäusern in Bremen und Rotenburg gearbeitet. Ab dem 2. Januar unterstützt sie nun Piet Lueßen als neue Hausärztin in seiner Praxis an der Heiligenroder Straße 37. Und das wird auch höchste Zeit: In der Vergangenheit war dort an manchen Tagen telefonisch kein Durchkommen mehr. Die Patienten standen wortwörtlich vom Empfangstresen bis an die Straße, so Lueßen.

Bizers Dienstantritt ist dabei aber in erster Linie einem Weggang geschuldet. Die Diabetologin Nina Hartmann wird die Gemeinschaftspraxis zum Jahresende verlassen und sich in Neukrug selbstständig machen. Zehn Jahre lang haben Lueßen und sie – anfangs noch zusammen mit Vorgänger Volker Thienemann – Seite an Seite gearbeitet. Zuletzt habe die Diabetologin ihre hausärztlichen Tätigkeiten jedoch stark zurückfahren müssen, um die hohe Nachfrage an Diabetespatienten zu bewältigen, sagt Lueßen.

Das hat mit ihrer Verselbstständigung nun ein Ende. „Jetzt vermehren wir uns durch Teilung“, sagt Piet Lueßen grinsend und spielt damit auf die Zellteilung in der Biologie an. Das Bild greift er auch auf den gelben Zetteln auf, die derzeit in seiner Praxis über die Neuerung informieren.

„Für die Patienten ändert sich im Grunde nichts“

Alle, die bisher sowohl bei Hartmann als auch bei Lueßen in Behandlung waren, können jedoch beruhigt sein. „Für die Patienten ändert sich im Grunde nichts“, so Lueßen. Sie könnten weiterhin bei ihm und der Ärztin in Behandlung bleiben. Und da viele sowieso mit dem Auto kämen, sei auch die Anfahrt zum Löwenzahnweg 2 in Neukrug, wo Hartmanns neue Diabetologische Schwerpunktpraxis entstehen soll, schnell zu meistern. In wenigen Wochen sollen dort die Türen für die Diabetes-Patienten öffnen.

Mit Hartmanns Weggang verliert die Hausarztpraxis an der Heiligenroder Straße zwar einiges an Expertise, sie gewinnt durch Bizer allerdings auch wieder welche hinzu. Während die Gastroenterologie im hausärztlichen Alltag nur bedingt zum Einsatz komme, werde durch Bizers internistische Ausbildung vor allem der Bereich der Ultraschalluntersuchung gestärkt, sagt Lueßen. So werde mittelfristig auch eine Kontrastmittel-Sonographie angeboten.

Viele Patienten kennen Basak Bizer schon

Hauptziel sei jedoch, mit Basak Bizer den allgemeinmedizinischen Teil zu stärken. Zwar seien die neuen Möglichkeiten durch die Internistin in der Region „fast ein Alleinstellungsmerkmal“, man wolle jedoch nicht mit Fachärzten konkurrieren. Vielmehr hat Lueßen und Bizer nämlich noch etwas anderes zueinander geführt.

Die 41-Jährige, die zuletzt Oberärztin im Rotenburger Klinikum war, hatte von Mitte 2017 bis Mitte 2018 bereits ihre Weiterbildung zur Allgemeinmedizinerin in Lueßens Praxis gemacht, ist daher also schon vielen Patienten bekannt.

In Schleswig-Holstein aufgewachsen, ging Bizer damals zum studieren nach Kiel. Direkt danach zog es sie nach Bremen, wo sie fortan arbeitete. Nach Heiligenrode führe sie nun nicht etwa die Landidylle, sondern neben einer guten Freundschaft mit Piet Lueßen vor allem auch die Erinnerung an die gute Zeit damals in der Praxis und ihr eigener Wohnsitz, der nicht weit von der Praxis entfernt ist, so Bizer.

Mögliche Entlastung in der Praxis in Heiligenrode

„Extrem viele Patienten werden erleichtert sein“, ist sich die Ärztin mit Blick auf die nun mögliche Entlastung in der Hausarztpraxis sicher. „Das wird bisher sehr positiv aufgenommen.“ Auch Piet Lueßen hat noch keine negativen Kommentare gehört. „Wir hatten mehr Bedarf, als wir befriedigen konnten“, blickt er zurück. Jetzt werde alles anders. Nicht nur sei langfristig in Überlegung, die Sprechzeiten auszudehnen. Auch bei kurzfristigen Krankschreibungen oder schnellem Hilfebedarf gibt es eine Neuerung: Künftig können Patienten in akuten Fällen morgens von acht bis zehn Uhr ohne Anmeldung in die Praxis kommen. Die Ärzte lassen in diesem Zeitfenster etwas Luft im Terminkalender. Zu Wartezeiten wird es wohl trotzdem kommen – doch das Anstehen bis an die Straße soll ein Ende haben.

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