Verkehrsteilnehmer sollen großräumig über das Autobahnnetz ausweichen

B75-Sperrung: Stuhr bleibt (wohl) verschont

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Diese Brücke über die B75 wird gegen einen Neubau ausgetauscht.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Mit Grauen dürften sich viele Verkehrsteilnehmer an Anfang Mai erinnern, als zeitgleich zur Baustelle auf der Weserbrücke der Autobahn1 die Ortsdurchfahrt Groß Mackenstedt der Bundesstraße322 wegen Sanierungsarbeiten gesperrt wurde.

Der sich stauende Verkehr suchte sich seinen Weg und fand ihn in den Wohngebieten Groß Mackenstedts (wir berichteten).

Bei der Sperrung der Bundesstraße75 wegen eines Brückenabrisses von Freitag bis Sonntag, 26. bis 28. Juni, soll das anders werden. Alle Absprachen sind so getroffen, dass Stuhr keine Auswirkungen zu befürchten hat, versichern die Behörden.

„Einschränkungen wie damals durch Arbeiten auf der A1 sind jetzt nicht zu erwarten“, erklärt Bettina Harms von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Oldenburg. Vertreter des Bremer Amts für Straßen und Verkehr hätten bei der Vorplanung mit am Tisch gesessen. „Wir versuchen in der Regel, uns die Verkehrsteilnehmer nicht gegenseitig in die Staus zu treiben.“

Grund für die Sperrung ist die Erneuerung der maroden Emshoopbrücke zwischen den Anschlussstellen Stickgras und Heinrich-Plett-Allee der B75. Sie wird am letzten Juniwochenende abgerissen und voraussichtlich am zweiten Oktoberwochenende durch einen neuen Brückenkörper ersetzt. Dann wäre noch einmal eine Sperrung der Bundesstraße notwendig. Alle anderen Arbeiten beeinträchtigen den Verkehr auf der Strecke zwischen Bremen und Delmenhorst nicht. Eingerichtet wird die Baustelle am Abend des 26. Juni. Berufspendler etwa müssen sich tagsüber also nicht umstellen.

Als Umleitung sollen die Verkehrsteilnehmer das weiträumige Autobahnnetz nutzen. Wer zum Beispiel aus Richtung A28 kommt, wird zum Dreieck Stuhr der Autobahn1 geleitet. Wer umgekehrt aus Richtung Cuxhaven über den Bremer Zubringer auf die B75 nach Delmenhorst fahren möchte, wird bereits auf der A27 zum Bremer Kreuz geschickt.

Laut Harms gibt es immer Leute, die andere Wege suchen oder sich gut auskennen und deshalb nicht großräumig ausweichen. „Aber im Wesentlichen haben wir vermieden, den Verkehr durch die kleinen Straßen zu führen.“ Wer trotzdem an einer der Anschlussstellen abfahre, werde nicht allein gelassen. „Es gibt auch lokale Hinweisschilder“, sagt Harms.

„Es war uns wichtig, dass die Umleitung nicht nur über die Anschlussstellen der B75 läuft, sondern über das Dreieck Stuhr“, sagt Hartmut Martens, Fachbereichsleiter Verkehr, Ordnung und Soziales im Stuhrer Rathaus. Ebenfalls positiv laut Martens: Die Arbeiten würden weder in den Ferien noch an verkaufsoffenen Sonntagen in den Gewerbegebieten über die Bühne gehen.

Nach Auskunft von Rainer Laut, Projektingenieur Brückenbau bei der Oldenburger Verkehrsbehörde, ist ein Neubau nicht nur wirtschaftlicher als eine Verstärkung des 1963 errichteten Bauwerks. Die aktuelle Brücke sei zum Teil auch niedriger als 4,50 Meter, und die Betonpfeiler neben der Straße würden einen eventuell später mal fälligen Ausbau der B75 verhindern – anders als der Ersatzneubau mit großer Spannweite, der ohne Pfeiler auskomme.

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