Jahreshauptversammlung von Pro Dem 

„Verein schon wie ein mittelständischer Betrieb“

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Alter und neuer Vorstand des Vereins Pro Dem nach der Jahreshauptversammlung im Bremer Tor: (v.l.) Frithjof Troue, Detlef Plate (Gemeinde Weyhe), Uwe Mayer, Brigitte Bitter, Bernd Siedekum, Axel Stoll und Niels Thomsen (Gemeinde Stuhr). Nicht auf dem Bild: Herbert Bischoff. 

Brinkum - Von Rainer Jysch. Für den ersten Vorsitzenden des Vereins Pro Dem, Frithjof Troue, war es eine Premiere: Zum ersten Mal nach seiner Amtsübernahme im Vorjahr leitete er am Dienstagabend im Hotel Bremer Tor die Jahreshauptversammlung. Troue hatte im Februar 2016 die Nachfolge von Dr. Eberhard Hesse, dem Gründungsvater des Vereins, angetreten. Da ihn die Mitglieder für zwei Jahre bestellt hatten, stand eine Wiederwahl nicht an.

In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr ging Troue auf große Veränderungen nach innen und außen ein. Die Aufgaben im Büro etwa waren den Personalveränderungen anzupassen und neu zu strukturieren. Nach dem Ausscheiden der bisherigen Büroleiterin Elisabeth Spielmann teilen sich Lilja Helms und Dagmar Heidtmann diesen Posten.

Der gemeinnützige Verein habe mit seinen vielfältigen Aufgaben inzwischen die Größe eines kleinen, mittelständischen Betriebes erreicht, sagte Troue. „Wir werden das auch in Zukunft im Interesse unserer Klienten hinkriegen“, blickte er positiv nach vorne.

Nach außen hätten die Auswirkungen der Reform des Pflegegesetzes zum 1. Januar 2017 einiges an Arbeit verursacht. So habe sich bereits im Vorfeld der Gesetzesänderungen der Beratungsaufwand immens erhöht.

„Es wird mehr die heimische Einzelbetreuung anstelle einer Gruppenbetreuung gewünscht“, berichtete Troue außerdem. Er dankte insbesondere den mehr als 100 Ehrenamtlichen, die teilweise in mehrfacher Funktion für den Verein tätig sind. „Ohne Ihr Engagement ist diese Arbeit nicht möglich“, betonte der Vorsitzende.

Gestiegener Beratungsaufwand

„Das Projekt ,besser zuhause’ ist zwar ausgelaufen, der Verein bietet aber weiterhin Technik-, Hilfsmittel- und Wohnraumberatungen an“, sagte Mitarbeiterin Lilja Helms in ihrem Tätigkeitsbericht. Insgesamt sei der Beratungsaufwand gestiegen. Deshalb gebe es jetzt eine „offene Sprechstunde“ jeweils freitags von 13 bis 16 Uhr, die ohne Terminvereinbarung genutzt werden könne.

Die meisten Ehrenamtlichen sind als Gesellschafterfür Menschen mit Demenz im Einsatz oder fungieren als Ansprechpartner der Nachbarschaft in einem der zahlreichen Quartiere in Stuhr und Weyhe. Mit der Einrichtung des Quartiers „Kirchweyhe“ soll in diesem Jahr noch die flächendeckende Erschließung der Gemeinde Weyhe abgeschlossen werden.

Schatzmeisterin Brigitte Bitter zeichnete in ihrem Bericht ein positives Bild. Der Jahresüberschuss aus 2016 soll den allgemeinen Rücklagen zugeführt werden. Die Finanzen sind gesund, wenngleich durch die Pflegegesetzreform mit einem Rückgang der Erlöse gerechnet werden müsse, so ihr Fazit.

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