Veranstaltungsstatistik für 2013 entspricht den Erwartungen der Organisatoren

Gemeinde bietet „lebendige kulturelle Vielfalt“

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Servais Haanen bei der Akkordeonale 2013: Das Festival ist auf einem guten Weg, eine verlässliche Größe im Veranstaltungskalender der Gemeinde Stuhr zu werden. Archivfoto: Kratz

Stuhr - Von Andreas Hapke. Das kulturelle Programm der Gemeinde bot im vergangenen Jahr 86 öffentliche Veranstaltungen, im Schnitt kamen 113 Personen. Dies geht aus der jetzt vorliegenden Statistik des Rathauses hervor. „Das ist im Rahmen dessen, was wir uns vorgestellt haben“, sagt Edgar Wöltje, Fachdienstleiter Kultur und Städtepartnerschaften. Bei uns geht es nicht um „höher, schneller, weiter, sondern darum, ein Angebot zu schaffen, das eine Identität der Bürger mit der Gemeinde stiftet.“

Dank der lebendigen kulturellen Vielfalt müsse niemand nach Bremen fahren, sondern könne Veranstaltungen vor Ort besuchen, meint Wöltje. Den Schwerpunkt des Programms bildeten wie in den Vorjahren die insgesamt 58 Konzerte und Theaterstücke, die durchschnittlich 203 Besucher verzeichneten. Es ist der größte Zuspruch, den die Statistik für die vergangenen 17 Jahre ausweist.

„Die vielen wiederkehrenden Veranstaltungen sind unser Pfund“, begründet Wöltje. Dazu zählen unter anderem das zweitägige Folk-Festival „Irish Spring“ (448 Besucher), das große chinesische Neujahrskonzert (316), sowie „Oper & Operette auf dem Land“ (454). Für „Irish Spring“ etwa empfehle es sich, die Tickets rechtzeitig im Vorverkauf zu erwerben. 2013 und in diesem Jahr sei das Festival ausverkauft gewesen. Das „Blue Grass Jamboree“ habe sich inzwischen ebenfalls ein festes Publikum erspielt (332). Eine neue wiederkehrende Größe könne das internationale Akkordeonfestival „Akkordeonale“ werden. Sie lockte im vergangenen Jahr 257 Musikfans in das Rathaus.

Als „guten Erfolg“ verbucht Wöltje auch die 190 Besucher des zweitägigen Jazzfests, denn: „Damit sind wir sehr stark in der Fläche präsent. Das zeigt sich an den Autokennzeichen der Besucher.“ Er spricht von dieser Veranstaltung als „Leuchtturmprojekt“ für das Mittelzentrum Stuhr. Jazz ziele auf ein ganz bestimmtes Publikum ab. „Und unser Auftrag ist es, alle Genres zu bedienen.“

Wöltje freut sich auch über die regelmäßigen Teilnahmen der Gemeinde am Gartenkultur-Musikfestival (Klassische Philharmonie Nordwest, 600 Besucher) und an den niedersächsischen Musiktagen (Kölner Kammerorchester, 200).

In Sachen Rock lagen die Auftritte von Wolfsmond (502), Carl Carlton (450), Julia Neigel (331), Inga Rumpf (326) sowie die beiden Tage des Sommerfestivals „A Heart for Stuhr“ (insgesamt 1431) vorne.

Hoch im Kurs steht die Kultur für Kinder. Zwölf Veranstaltungen kamen im Schnitt auf 129 Besucher. Das sind mehr als doppelt so viele Gäste wie für die 13 Angebote der Bildenden Kunst und der Literatur, für die sich 54 Personen pro Veranstaltung interessierten. Ohne das Jahr 2010 (34) würde dies einen Minusrekord bedeuten.

Allein 500 Sprösslinge kamen zum Kinderkulturfest auf Gut Varrel. Bei den Rathausvorstellungen war „Swimmy“ vom Mimikri-Figurentheater (139 Gäste) spitze, dicht gefolgt von „Die Zirkusratte“ des Theaters Mika & Rino. „Kindertheater ist ganz oft ausverkauft“, sagt Wöltje. „Das führt zu tränenreichen Nachmittagen.“ Auch hier gelte, sich die Tickets rechtzeitig im Vorverkauf zu sichern.

Laut Wöltje probiert die Gemeinde immer wieder, ein Fenster für neue Veranstaltungen zu öffnen, wie das zum Beispiel schon für griechische Musik der Fall war. „Unsere Erwartungen erfüllen sich nicht immer. Wenn die Nachfrage gering ist, müssen wir das nicht weiter verfolgen.“

Alles in allem seien öffentliche Konzerte ein Zuschussgeschäft. „Wir versuchen, zwei Drittel der Kosten einzuspielen“, sagt Wöltje. Die Förderung belaufe sich auf einem oder 1,50 Euro pro Bewohner.

Für 2015 stünden bereits 75 Prozent des Programms fest. Das eine oder andere Zeitfenster halten sich die Stuhrer Kulturbeauftragten offen, um „noch Highlights reinzunehmen, die einem angedient werden“, wie Wöltje erklärt.

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