Landjugend Heiligenrode lädt für Samstag zu ihrer großen Freiluftfete ein / Beginn um 20 Uhr

„Unsere wichtigste Veranstaltung“

Für das lückenlose Einzäunen des Geländes sind unter anderem Patrick Hartmann (l.) und Fabian Martens zuständig. Foto: Hapke

Bürstel - Von Andreas Hapke. Kein Aufbau ist wie der andere. Dass das Festzelt am Mittwochabend vor der großen Freiluftfete der Landjugend Heiligenrode noch fehlt, ist zumindest ungewöhnlich. Doch Vorstandsmitglied Gerrit Seevers bleibt entspannt. Schließlich weiß er, dass der Anbieter zurzeit einen noch größeren Auftrag bedienen muss: den Aufbau für das Deichbrand-Festival am übernächsten Wochenende in Cuxhaven. „Die haben mehr Macht als wir. Wir passen uns da an.“ Die Lieferung war für gestern zugesagt, und so kam es auch.

Die meisten Dinge ändern sich nicht: Wie vor jeder Party haben sich die Landjugendmitglieder am Mittwoch getroffen, um das Festivalgelände an der Bürsteler Heide einzuzäunen und die großen Holzpfähle in den Boden einzubringen. Daran werden später die Lichterketten befestigt, die den Platz ausleuchten. In der Regel gehen die Arbeiten an der Elektrik am heutigen Freitag über die Bühne. Der Samstag ist für die „letzten Verschönerungen“ reserviert, wie Landjugendmitglied Nico Budelmann mitteilt. Insgesamt beteiligen sich rund 40 Helfer am Aufbau, während der Fete sind es bis zu 80.

„Das ist unsere wichtigste Veranstaltung – die, mit der man mit uns verbindet. Die zieht viele Leute an“, sagt Seevers. In Sachen Logistik und Manpower sei das eine große Leistung. „Da sind wir stolz drauf. Wir machen das ja alle nur hobbymäßig.“

Einlass ist ab 18 Uhr, ab 20 Uhr heizt DJ Marcus den Besuchern vom Aufleger eines Lastwagens ein. Der Eintritt kostet fünf Euro und liegt laut Seevers damit unter dem vergleichbarer Veranstaltungen. Das üppige Angebot an Getränken und Speisen sollte die Tanzwütigen gut durch die Nacht bringen. Die Landjugend hat je einen Wagen mit Bratwurst, Crêpes, Fischbrötchen und Pizza gebucht, letzteren zum ersten Mal. Getränke gibt es am Bierwagen und an der Cocktail-Bar.

Das Mitbringen eigener Lebensmittel und Getränke auf das Festivalgelände ist verboten. Die Veranstalter nehmen das sehr ernst: An den Metallzäunen sind Planen befestigt, die das Durchreichen von Flaschen verhindern.

Die Senior-Lounge als Rückzugsmöglichkeit für „viele Landjugendmitglieder von vor 20, 30 Jahren“ habe sich bewährt, sagt Seevers. Ebenso die beiden WC-Wagen, die seit drei Jahren dabei sind und insgesamt 24 Toiletten bieten. „Seitdem gibt es keine Schlangen mehr.“

Neu sind die Fahrradständer, damit Besucher ihre Drahtesel nicht an den Bäumen oder Zäunen anschließen müssen. Für Autofahrer gilt: Kostenfreie Parkplätze sind in ausreichender Zahl neben dem Festivalgelände vorhanden.

Bleibt es trocken, rechnet Seevers wieder mit bis zu 2 500 Besuchern. „Als Landwirt freut man sich ja jeden Tag über Regen, aber am Samstag ab 17 Uhr wäre das äußerst schade.“

Am Sicherheitskonzept hat die Landjugend noch einmal gefeilt. Laut Nico Budelmann haben die Heiligenroder kleine Bauzäune gekauft, um die Besucher am Eingang zu kanalisieren. „Wie man das aus dem Stadion kennt“, erklärt er. „Außerdem gibt es getrennte Kassen für Personen unter 18 und Personen über 18 Jahren, sodass alles geordneter vonstatten geht.“ Polizei und Security hätten dies befürwortet.

Seevers macht noch einmal darauf aufmerksam, dass der Einlass für Jugendliche unter 18 Jahren nur „mit ausgefüllter Erziehungsbeauftragung“ möglich ist, auch Mutti-Zettel genannt. Das Formular kann man auf der Homepage der Landjugend herunterladen.

Nach dem Motto „Nach der Freiluftfete ist vor der Freiluftfete“ stehen die ersten Amtshandlungen für 2020 schon am kommenden Sonntag an. „Da buche ich wie immer schon das Zelt und die Toilettenwagen.“ Gut möglich, dass er das dann zum letzten Mal macht, denn es wird die letzte Fete für Seevers in verantwortlicher Position sein. Der 28-Jährige hat in diesem Jahr geheiratet und steigt nach siebenjähriger Vorstandsarbeit aus. Die Nachfolge sei aber geregelt.

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